Eine besondere „Kneipentour“: Hohenfels stellt seine ehemaligen und heutigen Wirtshäuser vor

Von Vera Gabler · 29. April 2024 um 15:00

Nach dem erfolgreichen Heimat.Erlebnistag im vergangenen Jahr wird es am 5.Mai in Hohenfels erneut einen Heimat.Erlebnistag geben. „Den Menschen ist es ein wichtiges Anliegen, ihre unmittelbare Heimat noch besser kennenzulernen“, sagte Bürgermeister Christian Graf bei der Vorstellung des Programmes zusammen mit dem Heimatpfleger Georg Münchsmeier.

Münchsmeier ist ein gebürtiger Hohenfelser und bis auf zwei Jahre ist Hohenfels nach wie vor seine Heimat. Als Nachfolger von Franz Reschel habe er in den vergangenen 20 Jahren immer wieder Führungen in Hohenfels anbieten dürfen – sei es für Tagungsgäste, Interessierte aus der Touristenbranche oder eben auch für Urlauber, die nicht nur die besondere Landschaft im Hohenfelser Land erkannt haben, sondern auch deren historische Baudenkmäler.

Heimatministerium schlägt „Tag der Heimat“ vor

Besonderes Interesse bestehe bei den Gästen vor allem an den Kirchen, dem Burgfried sowie den Hallengräbern. Im vergangenen Jahr sei man schon dem Ziel des Bayerischen Heimatministeriums nachgekommen, den Bürgern an einem Tag der Heimat, Anregungen zu geben, sich für die Heimat und deren kulturelle Vielfalt einzusetzen.

Während die Besucher im vergangenen Jahr die Kirche und ihre Geschichte kennenlernten sowie über einen sonst nicht öffentlichen Weg durch das Rathaus zum Atelier von Oskar Reithmeier gelangten, geht es in diesem Jahr auf eine Art „Biertour“, wie Bürgermeister Graf verrät.

Graf als gebürtiger Hohenfelser hatte zusammen mit Münchsmeier und Robert Neumeier als Drittem im Bunde die Idee, an die Wirtshäuser in Hohenfels einst und heute zu erinnern. Wie viele Wirtshäuser es gab, wurde beim Pressetermin noch nicht verraten – denn das ist eine Frage in einem Quiz.

Quiz um „Kalte Sophie“ für Gäste in Hohenfels

Verraten werde am 5. Mai aber unter anderem, warum ein Gasthaus „Kalte Sophie“ hieß oder wie die „Forelle“ in der Bachmühle zu ihrem namen kam. Erwähnt werden neben den vielen „Spelunken“ auch die Kommunbrauerei und die Bierkeller neben dem Friedhof.

Bei einem rund zweistündigen Spaziergang vom Pfarrer-Ertl-Platz über die Parsberger Straße und den Tillyweg zum Sterzenbach und zurück erfahren die teilnehmer auch so einiges über die Wirtshäuser in den Ortsteilen.

„In Raitenbuch, Markstetten, Hitzendorf und Granswang gab es jeweils ein Wirtshaus, in Großbissendorf gab es sogar vier“, ergänzt Münchsmeier und verweist außerdem auf Effenricht, wo eine Flaschenschenke existierte.

Die Rundgänge starten um 9.30 Uhr und um14 Uhr jeweils an der Pfarrkirche St. Ulrich. Im Anschluss bietet sich ein Besuch des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes auf dem Truppenübungsplatz an. Die Führungen sind kostenlos, Parkplätze gibt es auf dem Marktplatz, in der Turmgasse beim Kommun-Markt, bei der Schule am Keltensaal und am Sportplatz.