Fridays for Future wettern in der Altstadt gegen „dreckige Lügen“

Knapp 200 Menschen nahmen am Freitag an einem von der Umweltorganisation Fridays for future organisierten Protestmarsch in Regensburg teil. Unter dem Motto „Wir laufen im Kreis – wie eure Klimapolitik“ zogen die Demonstranten durch die Altstadt. Nach Angaben der Polizei gab es dabei keinerlei Zwischenfälle.
Kurz vor Mittag traten die ersten Redner auf das Podium am Domplatz. Mitglieder von Fridays for future sprachen dabei über die internationale Klimapolitik, die ihrer Ansicht nach von „schäbigen Kompromissen“ geprägt sei. Hier gehe es auch gar nicht erst um die Zukunft, sagte eine Sprecherin: „Die Klimakrise ist jetzt. Die Katastrophe ist da. Unübersehbar.“ Die internationale Umweltpolitik werde von Großkonzernen, „die unfassbar reich werden“, beeinflusst. Dabei unter anderem von „sauberem Gas“ zu sprechen, sei eine „dreckige Lüge“.
Kompletten Systemwandel gefordert
Die auch daraus resultierenden Folgen für das Klima würden insbesondere benachteiligte Menschen in armen Ländern hart treffen. Deswegen könne nicht mehr gewartet werden: „Es geht um alles.“ Es brauche deswegen einen grundlegenden Systemwandel, sagte die Umweltaktivistin.
Am gesamten Wochenende wird in Regensburg demonstriert
Ein weiterer Redner sprach noch über die Situation bei der internationalen Flüchtlingspolitik. Hier würden Mauer und Zäune „um die Festung Europa“ hochgezogen werden.
Große Runde durch die Altstadt
Nach der Kundgebung marschierten die Teilnehmer los und zogen über den Krauterer-Markt, die Thundorferstraß und den Dachauplatz zum Neupfarrplatz, um danach zum Domplatz zurückzukehren. Nach einer Zwischenkundgebung gab es noch einen zweiten Protestmarsch über den Alten Kornmarkt, den Dachauplatz, den St.-Georgen-Platz und die Thundorferstraße. Zum Ende kehrten alle für eine Abschlusskundgebung auf den Domplatz zurück.
Die Demonstration wurde von etlichen Polizeibeamten, darunter auch Teams der Bereitschaftspolizei, begleitet. Kerstin Stolze von der Polizeiinspektion Süd berichtete, dass alls völlig friedlich und störungsfrei verlaufen sei.
