Nach vier Jahren Pause: Endlich steigt wieder die Wiesn im Neunburger Stadtpark

2019 fand sie letztmalig statt – nun steigt die Neunburger Wiesn wieder nach längerer Zwangspause im Stadtpark. Festwirt Matthias Meier hat für die vier Tage (9. bis 12. Mai) ein buntes Programm mit bekannten und neuen Bands zusammengestellt.
Matthias Meier ist „ein großer Stein vom Herzen gefallen“. Die Feuerwehr Neunburg hat dem Festwirt der Neunburger Wiesn nun doch zugesagt, das Festzelt aufzustellen. Eigentlich hatte sie schon abgesagt. Nachdem beide Seiten nochmal zusammensaßen, gab es unter den Kameraden ein Umdenken, der in dem „erfreulichen Anruf“ mündete.
Zwischenzeitlich fand Meier schon ein paar Helfer, doch so viele wie von der Feuerwehr wären es nicht geworden. Zudem hätten die Kameraden Erfahrung beim Aufstellen des Festzeltes, meint der Festwirt. Auch bei den vergangenen Wiesn übernahmen sie diese Aufgabe.
Corona war ein Grund für mehrjährigen Ausfall
Ein paar Jahre ist das aber schon her: 2019 fand das letzte Volksfest statt. In den drei darauffolgenden Jahren fiel es coronabedingt aus. 2023 wollten eigentlich die Neunburger Vereine die traditionsreiche Veranstaltung organisieren, sagten dann aber Anfang 2023 ab. Einige Monate später hatten sich Stadt und Stadtrat für Matthias Meier als neuen Wiesn-Festwirt entschieden.
Der 31-Jährige kommt aus Neunburg: Im Weißen Brauhaus produziert er das Altstadtbräu sowie verschiedene Liköre wie das Hussitenblut und Essig. Nachdem er die Brauerei gekauft hatte, veranstaltete Meier bereits Brauereifeste mit bis zu 600 Gästen. Die Neunburger Wiesn sei natürlich eine andere Dimension, ist er sich bewusst.
Anfangs seien die Vorbereitungen etwas zäh angelaufen, sagt er. Zwischenzeitlich habe er sich schon gefragt, was er sich da aufgelastet habe. Doch inzwischen sei er der Meinung, dass man sich mit der Wiesn nicht zu verstecken brauche.
Stadtkapelle auch diesmal dabei
Meier hat für vier Tage – von Christi Himmelfahrt bis zum Muttertag – ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Fehlen darf dabei nicht die Neunburger Stadtkapelle, die gleich zweimal auftritt. Am Tag der Behörden und Betriebe (Freitag) habe er sich bewusst für die Stadtkapelle entschieden, erklärt Meier. Denn an diesem Tag wollen sich die Gäste gern etwas unterhalten, weiß der Festwirt. Da sei eine Partyband unpassend. Die Stadtkapelle könne dennoch für Stimmung sorgen.
Auch die Bands Narrisch und Rotzlöffl kennen die Neunburger von früheren Wiesn. Die Musiker kennt Matthias Meier seit vielen Jahren. Das gilt ebenso für das Ben Stone Trio, das allerdings seine Wiesn-Premiere erlebt. Erleben konnte man das Trio auch beim Neunburger Altstadtfest 2023, wo es vor dem Rathaus den Besuchern einheizte.
Eine besondere Formation ist Königsbergers Vatertagscombo. Nachdem es am Vatertag um 15 Uhr noch ein Loch im Programm gab, rief Meier spontan bei Andreas Königsberger, dem musikalischen und organisatorischen Leiter der Stadtkapelle an, um ihn um Unterstützung zu bitten. Königsberger sagte ihm den Auftritt der Vatertagscombo zu.
Als Matthias Meier bei Facebook die einzelnen Bands vorstellen wollte, bat er auch Andreas Königsberger um ein Bild von der Vatertagscombo. Ein Foto gibt es aber noch nicht, denn die Formation wird erst am Tag des Auftritts spontan entstehen. Königsberger habe Meier versichert, dass es dann schon hinhaue. Und der Wiesn-Festwirt ist sicher, dass auch diese Band „einschlagen“ wird. Denn der „Tausendsassa“, wie Meier Königsberger bezeichnet, gründete schon einige erfolgreiche Bands.
Rathauschef lobt Programm
Alle bisherigen Reaktionen auf das Programm seien sehr positiv gewesen, sagt Meier. Auch Bürgermeister Martin Birner (CSU) und Werner Dietrich, Leiter der Neunburger Tourist-Info, sind voll des Lobes über das Programm. Er freue sich, dass wieder Neunburger Bands zum Zuge gekommen seien, sagt Birner. Beim Tag der Behörden werde die Stadt auf jeden Fall Unterstützung leisten, verspricht der Rathauschef.
Diverse Vereine helfen ebenfalls mit: So stellen die Handballer unter anderem verschiedene Dinge wie Kühlschränke und Kassen zur Verfügung. „Wir hätten uns sonst alles ausborgen müssen“, zeigt sich Meier dankbar. Die Fußballer versuchen ihrerseits, noch ein paar Helfer zu organisieren. Dafür ist der Festwirt ebenfalls dankbar, denn allein mit eigenem Personal ließe sich die viertägige Veranstaltung nicht stemmen.