Ruth Endes stellte sich als neue Pfarrerin in ihrer Heimat Roding der Gemeinde vor

Von Mittelbayerische Zeitung · 8. April 2024 um 15:03

„Wir haben heute ganz was Wichtiges, was Schönes. Eine frohe Botschaft, so kurz nach Ostern, darf ich Ihnen, liebe Kirchengemeinde heute verkünden. Der Kirchenvorstand hat sich am vergangenen Mittwoch einstimmig für Ruth Endes, eine Rodingerin, zur neuen Pfarrherrin entschieden“, sagte Prädikant und Vorsitzender des Kirchenvorstandes, Andreas Förster, nach seiner einprägsamen österlichen Predigt beim Abendmahlgottesdienst am Sonntag. Das Votum fiel einstimmig und mit großer Freude aus.

Die Begeisterung, die Ruth Endes, an diesem Abend gezeigt habe und für diese neue Aufgabe mitbringt, stecke einfach an, so Förster weiter. Seit Juli vergangenen Jahres, nachdem Pfarrerin Lisa Hacker Roding überraschend nach kurzer Amtszeit verlassen hat, war die Pfarrstelle unbesetzt.

Mit Begeisterung stellte sich die neue Pfarrerin, die ab September in Roding sein wird, Ruth Endes, kurz vor und erzählte: „Ich spüre mein Zutrauen für das Wirken hier in Roding. In dieser Kirche wurde ich getauft und konfirmiert. Ich bin von hier aus in unzählige Jugendfreizeiten gefahren. Da ist bei mir nach der neunten Klasse in der Realschule der Wunsch entstanden Religionspädagogik zu studieren. Dann führte mich mein Weg von München nach Ansbach, Nürnberg und Passau.“

Sie war danach einige Jahre in Nittenau. Nächste Station war drei Jahre lang am Bodensee, erzählte sie. 2008 kam Ruth Endes nach Augsburg und war an „gemischten Stellen“ (in Schule und Gemeinde) tätig. „Mein Herz hat immer für Gemeinde geschlagen“, sagte Endes.

Ihr Herz habe auch immer für Roding geschlagen und sie sei immer wieder hier zurückgekommen. Sie habe mehrfach gefragt, ob es eine freie Stelle hier im Dekanat gebe. Da habe sich im Mai letzten Jahres was aufgetan, was sie nie für möglich gehalten hätte, sagte Endes. Endes erklärte: „Der Landeskirchenrat schreibt Pfarrstellen berufsgruppenübergreifend aus. Daher können sich auch Diakone und Religionspädagogen auf Pfarrstellen bewerben.“ Das war die Chance für sie, so konnte sie sich für die Pfarrstelle in Roding bewerben.

Im Oktober 2023 hat sich Endes beworben. Am 22. März erhielt sie von München das Ja für die freie Stelle in Roding und wurde beim Kirchenvorstand eingeladen. „Ich bin wahnsinnig glücklich darüber. Das ist meine Kirche. Ich freue mich, dass ich hier sein darf. Ich freue mich auf alle Begegnungen, auf Kontakte, die ich wieder aufnehmen darf. Ich werde mein Bestes geben“, sagte Endes zu den zahlreichen Kirchenbesuchern, die sie mit großem spontanen Beifall begrüßten.

Zu dem Gottesdienst kamen aus diesem Anlass auch Bürgermeisterin Alexandra Riedl und Dekan a.D. Werner Kotschenreuther aus Cham.

Ruth Endes kam mit ihren Eltern, Hans-Jürgen und Renate Endes, zum Abendmahlgottesdienst. Fotos: Jakob Moro