Den Waldmünchener Polizeichef Thomas Schmidt zieht es nach Bad Kötzting

Die Zeichen stehen auf Abschied: Nach gerade einmal eineinhalb Jahren wird Thomas Schmidt die Polizeistation Waldmünchen wieder verlassen. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt und damit genau so, wie es die Spatzen seit Kurzem von den Dächern pfeifen.
Richtig Fahrt aufgenommen hatte das Gerücht von einem Wechsel nach Bad Kötzting bei und seit der Dienstversammlung der Feuerwehrkommandanten am Freitag. Dort hatte der Polizeihauptkommissar seinen Weggang angedeutet – offiziell bestätigen kann und darf er ihn indes nicht, das sei Sache des Präsidiums, erläutert er. Allerdings entspreche es nicht seinem Wesen, gerade denen etwas vorzuspielen, mit denen er eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe, beschreibt er den Zwiespalt, der ihn gerade auch am Freitag umgetrieben habe. „Ich kann mich da nicht hinstellen und nichts sagen.“
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Er wolle nicht unehrlich sein und hätte sich gewünscht, dem ein oder anderen die Nachricht persönlich oder auf anderem Wege zukommen zu lassen. „Nun ist es aber so, wie es ist.“ Seine Entscheidung habe weder mit den Kollegen noch der Dienststelle oder dem Ort zu tun, betont er. „Es hat mir hier gut gefallen.“ Nachvollziehbar ist Schmidts Schritt allemal, wohnt der aus Rimbach stammende Noch-Polizeichef doch mit seiner Familie Bad Kötzting. Der neue Verwendungsort ist also heimatnäher, quasi vor der Haustür.
Dem Vernehmen nach wird Schmidt Leiter der Verfügungsgruppe der dortigen Polizeiinspektion, die die Stellvertretung des Dienststellenleiters einschließt. Frei wurde der Posten durch den Wechsel von Josef Meindl, der nach 14 Jahren in dieser Position zum 1. März bei der Polizeiinspektion Furth im Wald eine neue Aufgabe übernommen hatte.
Thomas Schmidt ist nach Christian Pongratz schon der zweite Stationsleiter, der die Trenck- in Richtung Pfingstrittstadt verlässt. Pongratz hatte im Mai 2022 die Leitung der PI Bad Kötzting mit einem Zuständigkeitsbereich von 340 Quadratkilometern und rund 30 000 Menschen übernommen.
Wann und wie es für und in Waldmünchen weitergeht, ist offen. Das übliche Bewerbungsverfahren wird einige Zeit in Anspruch nehmen, so dass auf Schmidts Stellvertreter Stefan Iglhaut wohl einiges an Mehrarbeit zukommen wird.