20. Regensburger Classic Rallye: Ein Eldorado für Oldtimer-Liebhaber

Am 7. Juli fällt zum 20. Mal der Startschuss für die Regensburger Classic Rallye. Die Veranstalter vom AMC Deuerling freuen sich auf „einen Meilenstein in der Geschichte dieser traditionellen Veranstaltung“. Erwartet werden zwischen 100 und 120 Teilnehmern.
(Ein Video aus dem letzten Jahr.)
Die Fans schmucker und sportlicher Oldtimer-Schätzchen kommen auch in diesem Sommer voll auf ihre Kosten, denn am 7. Juli findet die Regensburger Classic Rallye zum 20. Mal statt. Als „ein Meilenstein in der Geschichte dieser traditionellen Veranstaltung“ betrachten die Macher vom AMC Deuerling die Jubiläumsausgabe. Sie bringe „Herz und Seele für Liebhaber historische Fahrzeuge“ zusammen – und das im Regensburger Welterbe.
Los geht es um 9 Uhr am Dultplatz
Zeitig aufstehen ist das Gebot der Stunde. Laut Rennleiter Christopher Lihl setzen sich die Autos ab 9 Uhr am Dultplatz im Minutentakt in Bewegung, ehe in Stadtamhof der eigentliche Start über die Bühne geht. Dieser werde vom AMC moderiert und habe einen unterhaltsamen Charakter, so der 2. Vereinsvorsitzende. Er rechne wie in den Vorjahren „mit gut 100 bis 120 Teilnehmern“ und hoffe auf einen guten Zuschauerzuspruch.
Die Besucher können die historischen Fahrzeuge schon einen Tag früher auf dem Dultplatz bestaunen. Ab etwa 16 Uhr sind die Fahrer zur Dokumenten- und technischen Abnahme vor Ort. Im Artmann’s Herzl sind bis etwa 19 Uhr „Benzingespräche“ angesagt, bei denen sich alles um die Technik von damals dreht. Für alle Teilnehmer gilt, dass ihre Oldtimer mindestens 30 Jahre alt sein müssen, um bei der Rallye dabei zu sein.
Unterwegs durch die Oberpfalz und Niederbayern sollen die Fahrer nicht nur die schöne Landschaft genießen, sondern auch einige Aufgaben erfüllen. So gilt es, auf einigen Etappen das vorgegebene Tempo nicht zu überschreiten. Bei den so genannten Gleichmäßigkeitsfahrten muss eine bestimmte Strecke in möglichst genauer Zeit gefahren werden.
Wichtige Rolle der Beifahrer
Wie Bernhard Hinreiner vom Orga-Team erklärt, werden hierfür weniger frequentierte Strecken hergenommen, „damit der fließende Verkehr nicht behindert“ werde. Dies könne auch mal ein Feldweg sein, und je nach örtlicher Begebenheit variieren die Abschnitte für die Gleichmäßigkeitsprüfung von einigen hundert Metern bis zu wenigen Kilometern Länge.
Bei diesen Aufgaben sind auch die Beifahrer gefragt, denn sie haben während der Fahrt das Roadbook in der Hand und lotsen die Fahrer durch die Rallye. Sie müssen die eingetragenen Pfeile, Symbole und Streckenangaben richtig entziffern, damit man – nach Möglichkeit – nicht den falschen Kurs einschlägt. Wo die Tour entlang führt, bleibt deshalb ein Geheimnis. Die grobe Losung ist „in und um Regensburg“.
Ein Detail war Lihl jedoch zu entlocken: So gehe es dieses Mal „in Richtung Beratzhausen“, verrät er. Wenn die Motoren zum Start aufbrummen, dann können zahlreiche Modelle der Marken Porsche, Opel oder Ford bestaunt werden, ebenso wie US-Fahrzeuge oder „sportliche Italiener“. Erfahrungsgemäß sind auch einige Vorkriegsmodelle unterwegs.
Die Spannung steigt
Die Vorfreude ist bei den Teilnehmern groß. Zum ersten Mal dabei ist Patrick Ferstl vom Autohaus Ferstl in Beratzhausen. „Ich habe mir die Rallye schon jahrelang angeschaut und dann den Entschluss gefasst, auch mal dabei zu sein“, sagt der 28-Jährige. Mit Simon Meier an der Seite, geht er im gelb-grünen Opel Ascona aus dem Jahr 1975 an den Start. Ursprünglich hatte die Firma den Kult-Wagen für einen Kunden hergerichtet, der an einer früheren Regensburger Classic Rallye teilnehmen wollte.
Wie Ferstl bedauert, sei der Kunde zwischenzeitlich gestorben, so dass sich das Autohaus selbst des Wagens annahm. Einige Jahre später geht es tatsächlich auf Tour – gewissermaßen auch für die Ehre des Vorbesitzers. Anmelden kann man sich für die Classic Rallye noch bis zum 19. April über die Webseite des AMC Deuerling.
Rallye-Legende am Start
Mit der Startnummer 1 ist Rallye-Legende Harald Demuth mit von der Partie. Der 1950 in Bad Tölz geborene Fahrer gewann 1982 und 1984 die deutsche Rallye-Meisterschaft im Audi Quattro und fuhr in seiner Karriere für verschiedene Werksteams große Erfolge ein. In Regensburg kann er in einem über 500 PS starken Audi S1 bestaunt werden.
