Nach Großeinsatz in Maxhütte-Haidhof: Polizei sieht Fahrlässigkeit

Nach neuesten Erkenntnissen des Wasserwirtschaftsamtes waren es 7200 Liter Haftkleber, die am Dienstagnachmittag auf dem Gelände der Strabag AG im Industriegebiet Birkenzell II in Maxhütte-Haidhof ausgelaufen und zumindest teilweise in die Umwelt gelangt sind. Die Polizei geht nach derzeitigem Stand von fahrlässigem Verhalten aus.
Dass der Gefahrstoff nach dem Austritt aus einem auf dem Strabag-Gelände abgestellten Tankanhänger nicht nur im hauseigenen Kanalsystem und einem dazugehörigen Sickerbecken blieb, war nicht zu übersehen. Im Straßengraben entlang der Ponholzer Straße waren Rückstände des Haftklebers zu erkennen, zudem war in einem Regenauffangbecken ein deutlicher Schmutzfilm zu sehen. Wohl auch aufgrund dieser Feststellungen entschied sich die Polizei, umgehend das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt einzuschalten.
Strabag übernahm die Arbeiten teilweise selbst
Mitarbeiter der beiden Behörden machten sich zunächst ein Bild vor Ort. Anschließend entschieden sie, dass das kontaminierte Erdreich großflächig ersetzt und das Wasser des Regenauffangbeckens durch eine Spezialfirma abgesaugt und entsorgt werden muss. Darüber berichtete auch die Polizeiinspektion Burglengenfeld. Diese Arbeiten übernahm die Firma Strabag am Mittwoch teilweise selbst.
Bei dem ausgelaufenen Haftkleber handelt es sich laut Polizei um ein 40-prozentiges Bitumen-Wassergemisch. Ermittlungen hätten ergeben, dass der Anhänger auf dem Firmengelände „nicht ordnungsgemäß abgestellt und gesichert war“. Zudem sei das Ventil „unzureichend verschlossen“ gewesen, so die Polizei. Man habe daher Ermittlungsverfahren wegen Gewässer- und Bodenverunreinigung eingeleitet. Die Folgen für die Umwelt seien derzeit noch nicht absehbar.
Wohl keine Gefahr für das Grundwasser
Zumindest etwas Entwarnung konnte Christian Götz, Abteilungsleiter für den Landkreis Schwandorf am Wasserwirtschaftsamt, geben. Eine Verschmutzung des Grundwassers sei zunächst nicht zu befürchten. „Wir gehen davon aus, dass der Haftkleber an der Oberfläche des Erdreiches bleibt“, erklärte Götz.
