Bund Naturschutz rettet Kröten

Von Lara Wöllmann und Nils Mayer
Regensburg. Am Montag haben das Umweltamt, der Bauhof Ost und der Bund Naturschutz bei den Schlämmteichen eine Amphibien-Rettungsaktion vorgestellt. An der Kremser Straße retten ehrenamtliche Helfer vom Bund Naturschutz seit Ende Februar erstmalig Kröten, damit diese beim Überqueren der Straße nicht von Autos überfahren werden. Entlang der Straße suchten die Freiwilligen nach Kröten, um diese dann mit Eimern auf der andere Straßenseite abzusetzen. „Rund 1300Amphibien konnten wir so schon retten“, erzählte Albrecht Muscholl-Silberhorn, stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe Regensburg des Bundes Naturschutz. Als Leiter der Aktion kennt er den Grund für die jährliche Krötenwanderung. „Die Kröten wollen im Frühling zur Fortpflanzung immer in die Teiche zurück, in denen sie geboren wurden.“ Laut Silberhorn sei das Gelände rund um die Kremser Straße als ehemaliger Teil der Zuckerfabrik besonders nährstoffreich und daher ein idealer Laichplatz für Kröten.
„Die Amphibien-Rettungsaktion ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt“, sagte Hannaleena Pöhler, Abteilungsleiterin des Umweltamtes der Stadt. Auf die Krötenwanderung sei bereits mit einem Schutzzaun entlang der Kremser Straße reagiert worden. „Die Stadt hat den Zaun gezahlt, der Bauhof hat ihn aufgestellt und der Bund Naturschutz kümmert sich jetzt um die Tiere“, sagte Pöhler.
„Den Tieren zu helfen und sie vor dem sicheren Tod zu retten, macht wirklich Freude“, erklärte die ehrenamtliche Helferin Tamara Kohlen. Die Regensburgerin hofft auch für das nächste Jahr auf viele freiwillige Krötenretter.