Themen vom Rewe bis zur Einbahnstraße bei der Bürgerversammlung in Bruck

Von Agnes Feuerer · 24. März 2024 um 19:00

50 interessierte Brucker kamen am Donnerstag zur Bürgerversammlung in den Meisl-Saal, um sich über die aktuelle Entwicklung des Marktes zu informieren. Neuigkeiten gab es dabei auch über geplante Maßnahmen an der B85.

Nach einem Überblick über die Bevölkerungsstatistik und andere Zahlen ging Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU) auf den erst kürzlich verabschiedeten Haushalt der Marktgemeinde ein. Die gegenwärtige Pro-Kopf-Verschuldung von 203,10 Euro werde man in Zukunft „sicher nicht halten können“, da in den kommenden Jahren einige Großprojekte anstünden.

Schon im vergangenen Jahr wurde laut Faltermeier kräftig investiert. Die Bürgermeisterin nannte in diesem Zusammenhang unter anderem den neuen Versorgungs-Lkw für die Brucker Feuerwehr, die Neuausstattung von Klassenräumen und Verbesserung der IT-Ausstattung an der Grund- und Mittelschule, den Erwerb eines Radladers für den Bauhof oder die Sanierung des Hochbehälters am Silberberg.

Bald nur noch Tempo 70 bei Mögendorf

Anschließend ging sie auf die zahlreichen Wasserrohrbrüche ein und erwähnte auch die Ertüchtigung der Infrastruktur am Marktplatz. Im vergangene Jahr wurde nach den Worten Faltermeiers zum ersten Mal ein Ehrenabend abgehalten bei dem 31Brucker Bürger für ihr Engagement ausgezeichnet wurden.

Weitere Ausführungen der Brucker Bürgermeisterin betrafen die B85. Wie Faltermeier mitteilte, hatte der Antrag eines Mögendorfers auf eine Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich der Einfahrt auf die Bundesstraße Erfolg. Demnächst solle hier das Tempo auf 70 km/h begrenzt werden. Das Staatliche Bauamt prüfe außerdem, mit welchen Maßnahmen im Bereich Mögendorf und Mappach die Lebensqualität der Anwohner erhöht werden könne. Kurzfristige Lösungen seien dabei allerdings nicht in Sicht.

B85 soll neu asphaltiert werden

Sicher sei dagegen, dass die B85 von Bruck bis mindestens zur Landkreisgrenze in Richtung Cham in diesem Jahr komplett neu asphaltiert werden solle. Auch am Unfallschwerpunkt an der Kreuzung der B85 mit der Kreisstraße SAD 14 werde es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h geben. Ob und wie der vom Markt Bruck angeregte Radweg von Bruck nach Neubäu (Kreis Cham) verwirklicht werden könne, sei ungewiss, da auch hier das Staatliche Bauamt zuständig sei.

Abschließend ging die Bürgermeisterin noch auf die in diesem Jahr geplanten Baumaßnahmen ein. Vorgesehen sind nach ihren Worten unter anderm der Abriss des Kindergartens St. Josef, die Planung für die neue Zweifachturnhalle, der Ersatzneubau des Hochbehälters in Vorderrandsberg, der ökologische Ausbau des Sulzbachs sowie die Errichtung zweier Buswartehäuschen mit barrierefreiem Zugang an der Nittenauer Straße.

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem nachgefragt, was es in Sachen Rewe an Neuigkeiten gebe. Nach den Worten Faltermeiers ist wieder Bewegung in eine mögliche Ansiedlung gekommen. Aktuell habe ein neuer Investor das Thema übernommen, der aber erst noch einiges abzuklären habe.

Container für Kindergartenkinder nötig

Nachgefragt wurde auch, ob die Marktgemeinde Vorrangflächen für die Windkraftnutzung gemeldet habe. Dies verneinte die Bürgermeisterin, da man dann nicht mehr mitbestimmen könne, ob ein Windrad gebaut werde oder nicht. Man wolle sich den regenerativen Energien aber nicht ganz verschließen, sagte sie.

Eine Bürgerin wollte wissen, ob die Containerlösung für den Kindergarten noch gebraucht werde. Laut Faltermeier sind hier momentan die Kinder untergebracht, die später in den Kindergartenneubau umziehen sollten. Wenn es soweit sei, müsse der Kindergarten Theresia komplett renoviert werden. Wenn alle diese Maßnahmen abgeschlossen seien, könne auch der Container wegfallen.

Sandmühlweg: Einbahnstraße bleibt

Angefragt wurde auch, ob die Einbahnregelung im Sandmühlweg bestehen bleiben solle. Das bestätigte die Bürgermeisterin. Es seien keine schriftlichen Beschwerden dagegen eingegangen, sagte sie. Die Straße dürfe weiterhin nur von der Nittenauer Straße aus befahren werden. Ausgenommen von dieser Regelung seien Radfahrer, die die Straße auch entgegen der Einbahnregelung befahren dürften.

Die sei aber doch sehr gefährlich, wurde eingeworfen. Eine Anwohnerin widersprach jedoch dieser Einschätzung. Da in dieser Straße ein Bereich gelb eingegrenzt worden sei und Fußgänger und Radfahrer die Straße tatsächlich auch nur in diesem Bereich benutzten, sei es jetzt wesentlich sicherer als zuvor, den Sandmühlweg zu benutzen. Bürgermeisterin Faltermeier informierte in diesem Zusammenhang, dass bei der Einmündung der Sollbacher Straße in die Nittenauer Straße Fahrbahnmarkierungen angebracht würden, um hier das Ein- und Ausfahren zu erleichtern.

Ein Bewohner der Biedermannsiedlung hatte zuvor angemerkt, dass auf Höhe des Kinderspielplatzes die Randsteine des Gehwegs sehr marode seien. Hier stellte die Bürgermeisterin Ausbesserungsarbeiten in Aussicht.