Zehn Afghanistan-Veteranen aus der Kaserne in Kümmersbruck berichteten über ihren Einsatz

Von Mittelbayerische Zeitung · 24. März 2024 um 12:00

Auf Einladung von MdB Susanne Hierl (CSU) nahm eine Gruppe von Afghanistan-Veteranen an einer Diskussion der Enquete-Kommission Afghanistan im Deutschen Bundestag teil. Die Veranstaltung stellte die spezifische Sicht der militärischen und zivilen Einsatzkräfte auf den Auslandseinsatz in den Mittelpunkt.

Susanne Hierl, von der CSU in die Kommission entsandt, wandte sich laut ihrer Pressemitteilung bewusst an Soldaten aus dem Wahlkreis: „In der Kommission ziehen wir Bundestagsabgeordneten Bilanz über den vergangenen Einsatz und erarbeiten Handlungsempfehlungen für mögliche zukünftige Einsätze. Die Sicht der Bundeswehrsoldaten auf den Einsatz ist dabei zentral. Sie können aus erster Hand berichten: Was lief gut, was lief schlecht und welche Lehren soll die Politik mit in die Zukunft nehmen? Das wollte ich auch von Soldaten aus dem Wahlkreis wissen. In der Schweppermann-Kaserne in Kümmersbruck sind zahlreiche Soldaten stationiert, die in Afghanistan Dienst geleistet haben. An sie habe ich mich für die Einladung nach Berlin vorrangig gewendet.“

Viele Veteranen waren mehrmals in Afghanistan

Zehn Einsatz-Veteranen aus der Schweppermann-Kaserne reisten zur Diskussion nach Berlin, die anlässlich der Veröffentlichung des Zwischenberichts der Kommission stattfand. Viele der Veteranen waren sogar mehrmals in Afghanistan eingesetzt, so die Mitteilung.

Hierl sehe die Einladung auch als ein Zeichen der Anerkennung für den geleisteten Dienst, die Sicht der Bundeswehrsoldaten im politischen Lernprozess besonders zu gewichten. Die Soldaten der Bundeswehr haben unter Einsatz ihres Lebens das Mandat erfüllt, das der Bundestag beschlossen hat, sagte Hierl. Die Gruppe der Abgeordneten sollte dies laut Mitteilung nie vergessen.

Gespräch in der Region angekündigt

Im Gespräch mit den Veteranen kündigte Hierl auch eine gesonderte Afghanistan-Diskussion im Wahlkreis an. „Das Thema stößt auf großes Interesse – nicht nur bei den Soldaten, sondern auch bei vielen Menschen, die sich persönlich bei dem Thema engagiert haben. Viele Soldaten konnten aus terminlichen Gründen nicht nach Berlin reisen, daher wird es demnächst noch eine Veranstaltung im Wahlkreis geben, um allen Veteranen die Möglichkeit zu geben, sich an der Diskussion zu beteiligen. Bei der Organisation arbeite ich eng mit Veteranen zusammen.“