Hemau soll grüner werden: Der Plan für das Naherholungsgebiet wird konkret

Von Daniel Pfeifer · 21. März 2024 um 10:00

Das geplante Naherholungsgebiet am Hemauer Volksfestplatz kommt voran. Wenn alles glatt läuft, soll bis Jahresende ein Bebauungsplan stehen und danach eine Bürgerbeteiligung zur Gestaltung des Areals starten. Und auch für die Hemauer Feuerwehren gibt es finanziell ziemlich gute Nachrichten.

In seiner Sitzung am Dienstag widmete sich der Stadtrat von Hemau wieder dem geplanten Naherholungsgebiet am Volksfestplatz. Auf Drängen des Landratsamtes erstellt die Stadtverwaltung nun parallel zum Flächennutzungsplan einen Bebauungsplan für das 2,6 Hektar große Gelände. Dies beschloss der Stadtrat einstimmig. Bürgermeister Tischhöfer (CSU) betont aber: „Wir halten die Flächen so offen wie möglich. Wir möchten ja die Hemauer Bürger beteiligen.“

So sollen das Wegenetz und Parkflächen im Südwesten festgelegt werden. Ob es aber zum Beispiel einen Skatepark gibt und wie Spielplätze, Begegnungsflächen und die Bepflanzung aussehen können, bleibt noch völlig offen.

„Grüne Lunge“ für Hemau

Der Stadtrat stimmte geschlossen für das weitere Vorgehen. „Es wird eine grüne Lunge für Hemau“, sagte SPD-Stadträtin Petra Lutz. Sie lobte vor allem, dass nicht nur Flächen für die Jugend ausgewiesen werden sollen, sondern auch Gemeinschaftsorte für alle Generationen. Auch für die eingeplanten Parkplätze gegenüber des Friedhofs würden Hemaus Bürger sicherlich dankbar sein.

Wann die Bürgerbeteiligung startet, ist noch offen. Die Stadt hofft, mit dem Bebauungsplan bis Jahresende durch zu sein. Bevor dieser genehmigt ist, mache eine Bürgerbefragung wenig Sinn, so Tischhöfer. Es wird also noch dauern.

Das Naherholungsgebiet schließt im Norden mit dem Baugebiet Sixenfeld ab, dessen Erweiterung nach Norden ebenso in einer heißen Planungsphase ist. Flächennutzung und Bebauungsplan werden ab sofort getrennt behandelt, um möglichst schnell durch den Genehmigungs-Dschungel voran zu kommen. Derzeit stehen auch noch Gutachten aus.

Ein wichtiger Punkt in der Planung bleibt, wie viel Prozent Einfamilienhäuser und wie viel Prozent Mehrgeschossbau dort entstehen werden. Bei einem vorhergesagten Wachstum von Hemau um 600 Einwohner bis 2030 sei ein großer Bedarf an Wohnraum da, sagt Stadtplaner Bernhard Bartsch. In der Innenentwicklung – bei den Leerständen oder Baulücken – gebe es in Hemau wenig Potenzial, fährt er fort. „Deswegen muss man auch verdichtete Bauformen anstreben.“ Unter anderem im Sixenfeld.

Das abschließende Thema im Stadtrat am Dienstag betraf die zwölf Feuerwehren im Gemeindegebiet. Im Jahr 2006 beschloss die Gemeinde, dass 25Prozent der Kosten neuer Feuerwehrfahrzeuge von den Wehren getragen werden müssen. Bei dem damaligen Durchschnittspreis von 65.000Euro waren das 16.000Euro Eigenbeteiligung.

Die FF Langenkreith, die sich nun ein neues TSF anschafft, musste aber feststellen: Die Kosten haben sich seitdem verdoppelt. „Die enorme Preissteigerung müssen wir abmildern“, sagt Tischhöfer. So fasste der Stadtrat einstimmig einen neuen Grundsatzbeschluss: die 25 Prozent Eigenanteil werden jetzt nach Abzug der staatlichen Förderung berechnet. Im Falle von Langenkreith schießt der Freistaat knapp 33.000 Euro zu.

Feuerwehr spart Tausende Euro

Für die Entscheidung des Stadtrats gab es Applaus aus dem Publikum. Fünf Feuerwehrleute, drei davon aus Langenkreith, waren bei der Sitzung zu Gast. Auch CSU-Stadtrat Markus Huber, der selbst Mitglied der FF Langenkreith ist, begrüßte die Entscheidung. Das gesparte Geld könne nun sinnvoll ins Vereinsleben gesteckt werden, sagt er: „Die 8000 Euro, die sich die Kreitherer sparen, werden mehr als gut investiert sein.“

Feuerwehren in der Gemeinde sollen künftig entlastet werden.