Drei Bäume im Karl-Freitag-Park gefällt und eine Bank zersägt

Von Jürgen Scharf · 14. März 2024 um 17:00

Regensburg. Passanten schütteln den Kopf. Sie können kaum fassen, was hier im Karl-Freitag-Park in Kumpfmühl passiert ist. Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind am Donnerstagvormittag zwar schon dabei, die Reste einer wahren Zerstörungsorgie wegzuräumen, es liegt aber noch einiges herum. Nachts wurden nämlich drei Bäume umgesägt und eine Sitzbank zerstört.

Die Stadt Regensburg zieht am Donnerstag eine bittere Bilanz. Im westlichen Bereich des Parks wurde von einem Hartriegel-Gehölz einer der Äste abgesägt und am Ufer des Ententeichs abgelegt. Eine danebenstehende Esche mit mehr als 30Zentimeter Stammumfang wurde ebenfalls abgesägt. Die Schilfrohrmatte wurde vorher eigens noch abgenommen.

Täter benutzten eine Japansäge

Rund 80 Meter weiter in Richtung Südwesten sei außerdem eine Kiefer mit mehr als 20 Zentimeter Stammumfang abgesägt worden. Beim Ententeich wurde noch dazu eine Parkbank unbrauchbar gemacht. Die Täter sägten ein Brett der Rückenlehne ab und steckten es in den danebenstehenden Abfalleimer. Auf der Grundlage der entstandenen Schnittmuster geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die Täter eine sogenannten Japansäge, eine Handsäge, benutzten.

Die Polizei teilt mit, dass sie Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung aufgenommen hat. Die Tatzeit müsse zwischen dem späten Mittwochnachmittag und Donnerstagmorgen liegen. Sie hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung und nimmt diese unter der Telefonnummer (0941) 5062001 entgegen.

Sachschaden von etwa 3500 Euro

Die Regensburger Stadtverwaltung schätzt den materiellen Wert des entstandenen Sachschadens auf etwa 3500 Euro. Die allgemeine Botschaft, die von dieser Tat ausgehe, sei erschreckend: „Es wurden mutwillig wertvolle Bäume zerstört und Gemeinschaftseigentum zerstört.“

Vergangenes Jahr hatte bereits eine Zerstörungsorgie im Stadtpark innerer Osten für Aufsehen gesorgt. Dort waren damals unter anderem mehrere Parkbänke in einen Teich geworfen und Pflanzenbeete beschädigt worden. Bürgermeister Ludwig Artinger hatte vor Ort von einer „Spur des Vandalismus“ und einem „schaurigen Anblick“ gesprochen. Er sagte, dass ihn diese „sinnlose, brutale Gewalt“ fassungslos und wütend mache.

Artinger richtete damals einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung: „So etwas geschieht nicht, ohne dass es überhaupt niemand hört oder sieht.“ Er rief dazu auf, dass sich mögliche Zeugen bei der Polizei melden. „Und dies hoffentlich auch bei den vielen anderen Fällen von Sachbeschädigung, die wir in Regensburg erleben.“ So wie jetzt wieder im Karl-Freitag-Park. Michael Daschner, Leiter des Gartenamts, hatte bereits vergangenes Jahr eine deprimierende Bilanz gezogen: „Es gibt eigentlich nahezu jeden Tag einen neuen Vorfall.“