Schwarzachtalmesse in Neunburg steht jetzt unter neuer Führung

Von Ralf Gohlke · 10. März 2024 um 17:03

Seinen letzten offiziellen Auftritt hat das Organisationsteam der Schwarzachtalmesse bei einer internen Zusammenkunft im Wirtshaus Sporrer angekündigt. Damit endet zwar eine 25-jährige Erfolgsgeschichte, aber es ist nicht das Aus für die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Leistungsschau.

Mit Matthias Meier und seinem „Backstage Service“ wurden bereits die Nachfolger präsentiert. Sie werden 2025 ihr Debüt geben. Aufhören, wenn es am schönsten ist – das war einer der Gründe, den Peter Scheitinger als Sprechers des Vereins Schwarzachtalmesse zu Beginn der Zusammenkunft nannte. Damit verband er einen Rückblick auf 25 Jahre aktive und zugleich auch ehrenamtliche Arbeit. Nach ersten Gewerbeschauen in den Jahren 1987,1989 und 1998 formierte sich zum Jahr 2000 erstmals das neue Team, dem neben Scheitinger und seiner Frau Antonia auch Monika Haimerl, Erna Häusler, Monika Becher und Brigitte Höcherl-Braun bis jetzt die Treue hielten.

Erste Ausstellung war ein großer Erfolg

Nach der letzten Handwerkermesse drohten die Aktivitäten einzuschlafen. „Neunburg ohne Messe geht gar nicht“, lautete damals das Credo, auf dem aufgebaut wurde. Gleich die erste Ausstellung wurde zu einem Riesenerfolg. Seinerzeit war sie neben der alten Stadthalle noch in großen Zelten untergebracht. Unterstützung habe es schon immer durch die Feuerwehr und das THW beim Aufbau der Zelte und der Sicherheitszäune gegeben.

Scheitinger ließ die früheren Konzepte, unter anderem mit Modeschauen und Rockkonzerten, aufleben, die für Furore sorgten. Das habe zunehmend auch die Aussteller angelockt. Den ersten Schock habe das Team erlebt, als die alte Halle im Januar 2006 wegen Einsturzgefahr gesperrt werden musste. „Wir hatten schon alle Verträge geschlossen und wussten nicht, was geschehen sollte“, erinnerte sich Scheitinger.

Ein Anruf in der Kaserne

Die Idee für eine Lösung sei schließlich von Bürgermeister Wolfgang Bayerl gekommen, der kurzerhand in der Kaserne anrief und von dort grünes Licht erhielt. Eine zivile Messe, inmitten einer militärischen Anlage, sie schlicht außergewöhnlich gewesen, habe aber bestens funktioniert. Der heiße April 2008 habe dann bei der Kaserne für Verkehrschaos gesorgt. Vor einem erneuten Standortwechsel sei man 2010 nach dem Abbruch der alten Stadthalle und dem Verkauf der Kaserne an Buchbinder gestanden. Scheitinger zitierte den ehemaligen MZ-Radakteur Karl Stumpfi, der mit Blick auf den kahlen Stadthallen platz einen Artikel mit „Die Wüste lebt“ überschrieben hatte. Ihm sein es bis heute ein Rätsel, wie der Bauhof in kurzer Zeit eine solide Oberfläche für die Zeltstadt zu Werke gebracht habe.

Neue Halle brachte Verlässlichkeit

Ab 2013 sei mit der neuen Schwarzachtalhalle wieder eine gewisse Verlässlichkeit für den Messestandort gewährleistet gewesen. Sie habe allerdings auch ein völlig neues Konzept erfordert. In dem Zusammenhang bedankte sich Scheitinger bei den Vertretern der Feuerwehr, die mit ihrem eigenen Konzepten eine Wertvolle Ergänzung beigesteuert habe.

Insgesamt elf Messen lägen nun hinter dem Team. Scheitinger bedankte sich deshalb für die stets gute Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen bei der Stadt, insbesondere den Bürgermeistern Wolfgang Bayerl und Martin Birner. Nicht unerwähnt ließ er Johannes Lober und Rolf Hermes, die ebenfalls immer aktiv beteiligt gewesen seien.

Schließlich freute sich Scheitinger, mit Matthias Meier, dessen Frau Melanie und dem Backstage-Team kompetente Nachfolger für die Organisation der Schwarzachtalmesse präsentieren zu können. Bereits seit 2013 habe er den kompletten Aufbau und Abbau übernommen und verfüge daher über das notwendige Wissen.

Wertvolle Anregungen

Bürgermeister Martin Birner sprach von wertvollen Impulsen, welche die Messe der Neunburger Wirtschaft geliefert habe, die mit ihrer Konzeption etwas Einzigartiges darstelle. Das mit Matthias Meier jetzt ein aufstrebender Jungunternehmer die Verantwortung übernehme, sei nur zu begrüßen. „Es ist mit eine Ehre, sie weiterführen zu dürfen“, betonte Meier. Auf dem Konzept könne gut aufgebaut werden. Es biete aber auch Raum, Neues zu entwickeln, sagte er. Somit steht nun die Schwarzachtalmesse unter neuer Führung in den Startlöchern für das zweite Aprilwochenende 2025.