Rodinger Jugendtreff hat sich etabliert: „Wichtiger Treffpunkt für junge Leute“

Von Oliver Hausladen · 10. März 2024 um 11:00

Der Rodinger Jugendtreff im Haus der Pfarrgemeinde habe sich zu einem wichtigen Treffpunkt für junge Leute vor allem mit Migrationshintergrund, die auch nicht in Vereinen aktiv sind, entwickelt, lobte Stadtrat Thomas Reger in der Sitzung des KSJS-Ausschusses. Die Intention sei somit voll erreicht.

Zuvor hatte Jugendpfleger der Stadt, Samu Koch, vorgestellt, wie es läuft, welche Aktivitäten es gab, was geplant ist – aber auch über Probleme berichtet.

Vor allem Jugendlichen, die nicht von der aktiven Vereinsstruktur Rodings erfasst würden und somit keine Freizeitmöglichkeiten hätten, seien die primäre Zielgruppe für den Jugendtreff, erläuterte Koch. Oft seien dies Jugendliche aus schwächeren Einkommensschichten und/oder mit Migrationshintergrund.

Großes Altersspektrum

Das Alter der Besucher reiche von neun bis 24 Jahren, die Mehrheit ist zwischen zehn und 18 Jahren alt. 80 bis 90 Prozent der Gäste haben einen Migrationshintergrund. Der Großteil der Besucher besuche die Ganztagsklasse der Grund- und Mittelschule, der Jugendtreff werde aber auch von Realschülern und Gymnasiasten genutzt.

Nach Corona sei es gelungen, einen festen Stamm von inzwischen 40 bis 50 Jugendlichen aufzubauen, die den Treff regelmäßig besuchen. Regeneration und Entspannung seien eine wichtige Zielsetzung des offenen Betriebs, da die Kinder und Jugendlichen durch Schule und Hausaufgaben oft stark belastet seien. Der Jugendtreff soll als Anlaufstelle dienen, die auch sinnvolle Freizeitmöglichkeiten bietet, erklärte der Jugendpfleger.

Insgesamt 1559 Besucher

Er arbeite verstärkt mit den Jugendlichen auch daran, deren soziale Kompetenzen auszubauen und sich auf Regeln oder Termine einzulassen. Dies gestalte sich aber nicht immer einfach. So musste ein Billardtraining nach drei Einheiten eingestellt waren, da sich die Jugendlichen nicht an den regelmäßigen Termin hielten. Auch ein Kicker- und ein Darturnier mussten deshalb ausfallen beziehungsweise verschoben werden, sagte Koch.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 1558 Besucher in den Treff, das entspricht 23 Jugendlichen pro Öffnungstag. Zu etwa zwei Dritteln sind die Gäste männlich (1095). Im Schnitt kamen Dienstags 17 Besucher, Sonntags 23 und am beliebtesten war der Donnerstag (29).

Aktuell hat der Jugendtreff mit offenem Betrieb Sonntags und Dienstags von 14 bis 18 Uhr sowie Donnerstags von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Das Jugendbüro kann Montags und Mittwochs zwischen 12 und 14 Uhr aufgesucht werden. Zwischenzeitlich war der Jugendtreff sechs Monate krankheitsbedingt geschlossen.

Spezielle Aktionen kommen gut an

Koch informierte auch über die Jugendberatung, die Fachberatung und die schulbezogene Jugendarbeit. Dabei werde ein enger Austausch mit den Ganztagsklassen gepflegt, die regelmäßig den Jugendtreff besuchten.

Meist gut angenommen wurden spezielle Aktionen. So kamen zu einer Faschingsdisco, bei der die Jugendlichen selbst für die Musik sorgten, 20 Besucher, zu einem Disco-Nachmittag am Tag der Deutschen Einheit 16, zu einer Halloween-Party 22 und zur Weihnachtsfeier zwölf.

Monatliche Veranstaltungen

Auch weiterhin werde es monatliche Veranstaltungen im Jugendtreff geben, blickte Koch voraus. Am Sonntag, 24. März, von 14 bis 18 Uhr etwa steigt eine Oster-Disco für Gäste im Alter ab zehn Jahren. Für 27. März ist von 9 bis 15 Uhr ein Workshop zum Thema „Foto und KI“ geplant, das Mindestalter liegt hier bei 14 Jahren.

Netzwerkarbeit sei ihm sehr wichtig, betonte der Jugendpfleger. So gibt es einen regelmäßigen Austausch mit der Rodinger Runde, in der sich Mitarbeiter von Jugendamt, Jugendsozialarbeiter, Ergotherapeuten, Mitarbeiter von Fachdiensten für Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Schulpsychologen und Jugendpfleger treffen. Auch mit dem Bezirkssprechern und dem Kreisjugendring steht Koch im stetem Austausch.

Stadt erhöht Zuschüsse

Fronleichnamsprozessionen: 300 Euro statt wie bisher 250 Euro erhalten die FFW Neubäu, die FFW Obertrübenbach, die FFW Strahlfeld und die Katholische Expositur Trasching künftig von der Stadt für die Durchführung der Fronleichnamsprozessionen. Die Mitglieder des KSJS-Ausschusses votierten einstimmig für die Erhöhung, zumal die letzte Änderung schon 1985 erfolgt war.

Volkstrauertage: Ebenfalls künftig 300 Euro erhalten die Freiwilligen Feuerwehren in Fronau, Neubäu, Obertrübenbach, Altenkreith, Strahlfeld und Regenpeilstein sowie die Katholische Expositur Trasching jährlich für die Durchführung des Volkstrauertages. Vorher waren es 230 Euro gewesen.

Sportplatzpflege: Ebenso erhöht wurden wurden die freiwilligen Leistungen der Stadt an die Vereine für die Sportplatzpflege. Hatte es vorher 1750 Euro für den Hauptspielplatz und 750 Euro für jeden weiteren gegeben, sind es nun 2000 beziehungsweise 1000 Euro. Die Sportförderrichtlinien werden entsprechend angepasst.

Defibrillatoren für Vereine: Immer wieder hat es in der Vergangenheit Anfragen von Vereinen bezüglich eines Zuschusses bei er Anschaffung eines Defibrillators gegeben. Nun wurde entschieden, dass bei entsprechender Antragsstellung ein Zuschuss in Höhe von 500 Euro von der Kommune gewährt wird.