Gestaltungsbeirat möchte Hotel im Castra Regina Center eine Krone aufsetzen

Von Christine Straßer · 7. März 2024 um 19:00

Wie dem Hotel im Castra Regina Center bei der Modernisierung die Krone aufsetzen? Diese Frage beschäftigte den Gestaltungsbeirat in seiner Sitzung am Donnerstag. Die Antwort drauf ist nicht leicht.

„Das ist ein schwieriges Ding“, räumte Gestaltungsbeirätin Gesine Weinmüller ein. „Da muss man probieren und zeichnen.“ Aber sie haben ja gute Leute an ihrer Seite, machte Weinmüller den Bauherren Helmut Zaglauer und Kai Sattler auch Mut.

Gestaltungsbeirat ist gegen „Schlumpfmütze“

Auf Anregung des Gremiums haben die Planer der CSMM GmbH den Turm des Hotels am Bahnhof bereits um ein Stockwerk in die Höhe gezogen und die ursprünglich vorgesehenen Erker entfernt. An vielen Stellen sei das Projekt schon deutlich besser geworden, lobte Weinmüller. Den für das Dach vorgeschlagenen Hut – Es fiel auch das Wort Schlumpfmütze – verstehe man jedoch ihn nicht. Der Gestaltungsbeirat regte stattdessen an, „einfach die Attika höher“ zu ziehen. Ein Flachdach sei für den Turm sicher besser. Nichtsdestotrotz sei es eine Herausforderung, „aus diesem Projekt Eleganz herauszuholen“, merkte auch Gestaltungsbeirat Matthias Castorph an. Was mitunter nach deutlicher Kritik klang, wurde von Architekt Christoph Nagel aber nicht so aufgefasst. Er bedankte sich, für die Idee einer umlaufende Krone für den Turm. Das Wegnehmen der Mütze sei „vielleicht sogar ein Befreiungsschlag“ im Hinblick auf die dort geplante Skybar.

Eingang markieren, Dachterrasse verlängern

Was der Gestaltungsbeirat zudem nachdrücklich empfahl: „Schaffen Sie bei der Fassadengestaltung eine Adresse für das Hotel.“ Bislang sei der Eingang sehr versteckt. Das Gremium riet dazu, den Eingangsbereich größer zu markieren und dafür lieber auf ein Hotelzimmer zu verzichten. Ein Vorschlag, den Bauherr Helmut Zaglauer als „sehr gut“ bewertete.

Viel Anklang beim Gestaltungsbereit fand die Idee von Architekt Christoph Nagel, die Dachterrasse über das gesamte Gebäude zu verlängern. Bei den Bauherrn war da deutlich mehr Skepsis herauszuhören. Man brauche auch einen Pächter, der das mit trage, hieß es.