Bildungsmesse in Maxhütte-Haidhof: Über 90 Aussteller buhlten um Nachwuchs

Von Norbert Wanner · 3. März 2024 um 17:05

Fast könnte man meinen, die Bildungsmesse der „Lernenden Region Schwandorf“ ist ein Selbstläufer. Selbst die Vorverlegung der Eröffnung änderte am Sonntag nichts daran, dass mit Ende des kleinen offiziellen Teils ein regelrechter Besucheransturm einsetzte.

Als gegen 10.30 Uhr Landrat Thomas Ebeling den Satz sprach, „die Messe ist eröffnet“, war es schon notwendig, sich stellenweise durch die Gänge zu schlängeln. Dass die Messe nicht nur für die potenziellen Auszubildenden ein gutes Pflaster ist, die oft, begleitet von Eltern und Geschwistern, den Sonntag nutzten, zeigte ein Satz in der Rede des Landrats: Trotz der Zahl von über 90 Ausstellern und der Nutzung jedes Fleckens der Stadthalle hätte man „über doppelt so viele Anfragen“ gehabt, so Ebeling.

Landrat Ebeling: Ein Angebot für alle

Offensichtlich schätzen alle Akteure das, was Ebeling als das große Plus der Messe herausstellte, nämlich die Möglichkeit zu netzwerken, wie es neudeutsch heißt. „Die Bildungsmesse ist für Alle da.“ Dies Aussage bestätigte schon der offizielle Teil. Der Begrüßungsblock des Landrats war eine „Who is who“-Liste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Landkreises.

Nach dem Landrat trat der Hausherr und Gastgeber Bürgermeister Rudolf Seidl an das Rednerpult. Die richtige Wahl des Berufs oder des dualen Studiums, das zu treffen, was zu einen passe, sei nicht leicht, sagte er. Jungen Menschen stünden heute viele Möglichkeiten offen, das mache die Wahl aber auch schwer. Die Bildungsmesse könne unterstützen. Sie unterbreite ein umfassendes Informationsangebot in Sachen Ausbildung, Weiterbildung und Studium. „Ich kann allen Besucherinnen und Besuchern nur empfehlen: Nutzen sie das Angebot.“

Oberstes Ziel: Menschen zusammenbringen

Florian Schmid, Geschäftsführer der lernenden Region, stellte fest, oberstes Ziel der Messe sei es, „Menschen zusammenzubringen.“ Dafür täten Aussteller, wie Organisationsteam gemeinsam das Beste. Bevor es dann wirklich losging, gab es zum dritten Mal eine kleine Verlosung, erneut dank des Einsatzes der Zimmererinnung Schwandorf.

In deren Namen trat Johann Fischer ans Rednerpult und konnte wieder berichten, dass die Auszubildenden der Innung zum dritten Mal ein Spielhaus für einen Kindergarten gebaut hatten. „Hochwertige Zimmermannsarbeit“, wie Fischer betonte. In der Lostrommel waren 56 Kindertagesstätten aus dem Landkreis. Das Glück des neuen Häuschens brachte der Landrat nach Steinberg, zum Waldkindergarten Mooswichtel.

Selbst Brezen geformt und Metall bearbeitet

Damit war der Auftakt gemacht und die Besucher konnten sich dem widmen, was die Offiziellen beschrieben hatten und bei dem nicht zu viel versprochen worden war. Neben reichlich Informationen gab es zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, an Metall zu arbeiten oder zu versuchen, eine Breze selbst zu formen.

Dazu gab es ein Rahmenprogramm, das man nur als umfassend bezeichnen konnte. Präsentationen, Vorträge, diverse Aktionen, das Informationsangebot war riesig. So gesehen hatte Bürgermeister Seidl recht gehabt, dass es vielleicht gar nicht einfach ist, sich zu entscheiden. Man konnte es aber auch anders sehen. Schulabgängern steht eine Ausbildungswelt offen, deren Vielfalt es eben möglich macht, den richtigen Beruf zu finden.

Auch die AOK war mit einem Stand vertreten.
Zur Eröffnung ließ sich auch viel Prominenz sehen. Unser Bild zeigt unter anderem Landrat Thomas Ebeling (2. v. r.) und Repräsentanten der Zimmererinnung, deren Azubis für einen Kindergarten ein Spielhaus gebaut haben.