Der Kreistag gibt freiwillig 1,1 Millionen Euro für die Sana Klinik Cham frei

Der Kreistag hat 1,1 Millionen Euro freigegeben für eine freiwillige Anschubfinanzierung in der Sana Klinik Cham.
Es sei nicht alles schlecht, was Lauterbach plane, erklärte Landrat Löffler in der Diskussion. Vor allem die Abkehr von Fallzahlen. Aber Strukturvorgaben zu machen, die manche Häuser nicht erfüllen konnten, das mache Sorgen um die regionale Versorgung. Insolvenzen in einer solchen Zahl grenzten an eine „kalte Enteignung“. Derzeit werde daran gedacht, die Basisfall-Vergütung zu steigern, um weitere Insolvenzen zu verhindern. Die Lage des Landkreises sei bequem, so Löffler: „Wir haben einen Vertrag, dass wir uns nicht an den Defiziten der Kliniken beteiligen müssen. Es macht aber Sinn, sich zu überlegen, ob man lebenswichtige Investitionen unterstützt.“
Der Landkreis selbst habe da ganz gewaltig angeschoben und Sana habe nicht gebettelt, so Löffler auf eine Frage der Grünen Andrea Leitermann. Er wolle sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn man Roding nicht aus der Krankenhausversorgung genommen hätte, so der Landrat: „Wir würden heute die gleichen Debatten führen, wie andere Landkreise.
Dr. Stefan Scheingraber erklärte, er sei mit dem Landrat einig über die „kalte Enteignung“. Das Thema Herzkatheter sei seit zwölf Jahren auf dem Tisch und der Landkreis habe großen Druck ausgeübt. Einwände erhebe er allerdings gegen die Annahme, man käme damit und mit den Intensivbetten in eine Versorgungsstufe 2. Straubing und Weiden hätten zum Beispiel einen Hubschrauber. Der fliege die Patienten auch dorthin. Es fehle eine Struktur für eine höhere Versorgungsstufe. Er sehe eine Zukunft in Cham in einer Grund- und Regelversorgung. Auch die Konkurrenz sei unter Druck und schlafe nicht.
Scheingraber schlug vor, sich mit Viechtach zusammenzutun. Der östliche Landkreis tendiere ganz klar dorthin.
Der Landrat erklärte, er habe eher Zustimmung bei Scheingraber vernommen. Zum Thema Viechtach müsse man sagen: „Wir brauchen den Herzkatheder dringend an beiden Standorten“, so Löffler. Was das Level 2-Krankenhaus betreffe, so sei der Herzkatheter nur eine Grundvoraussetzung. „Wir müssen da noch über andere Dinge reden, das steht fest.“