Wasserversorgung in Roding und Kläranlagen-Ertüchtigung: Was 2024 geplant ist

Große Investitionen stehen für die Städtischen Betriebe Roding in diesem Jahr an, unter anderem im Bereich der Wasserversorgung in den Ortsteilen Trasching und Strahlfeld. Der Wirtschaftsplan weist insgesamt einen Ansatz von knapp 12,1 Millionen Euro aus, ohne eine Netto-Neuverschuldung in Höhe von 1,6 Millionen Euro wären die Aufgaben nicht zu stemmen, erläutert der Kaufmännische Vorstand Manfred Janker.
Bei der Wasserversorgung stehe als Nächstes der zweite Abschnitt in Trasching an, informiert Janker, danach seien die Arbeiten im Hauptort abgeschlossen. „Die Tendenz geht dazu, dass wir dann die Anbindungsleitungen erneuern, bevor es weiter in die Weiler in diesem Bereich geht“, sagt der Vorstand.
Erschließung Kagerstraße
Eine große Erschließungsmaßnahme ist für den Bereich Kagerstraße Nord vorgesehen. Was sich dort alles ansiedeln wird, ist aus Sicht der Städtischen Betriebe erst einmal nicht wichtig, sagt Janker, denn: „Wir erschließen das so, dass alle Ansiedlungen möglich sind.“
Im Laufe des Jahres steht auch noch die Erneuerung der Wasserleitungen in der Ortsdurchfahrt Strahlfeld an. „Da werden wird die komplette Straße sperren müssen und die Busse umleiten“, sagt der Vorstand, anders sei die Maßnahme, die dringend nötig sei, nicht durchführbar.
Dass der Wasserpreis im vergangenen Jahr erhöht werden musste, habe nichts mit den Investitionen zu tun, sondern liege daran, dass die Energie- und die Einkaufspreise deutlich gestiegen seien, informiert Janker. Die Städtischen Betriebe hätten keine Wahl gehabt: „Wir müssen kostendeckend arbeiten. Das wäre mit den alten Preisen nicht mehr möglich gewesen, wir mussten die für uns gestiegenen Preise an die Kunden weitergeben.“
Kläranlage Fronau schließt
Auch im Abwasser-Bereich wartet ein arbeitsreiches Jahr auf die Städtischen Betriebe. So wird die Kläranlage in Fronau künftig an Neubäu am See angeschlossen. „Das ist von der Kapazität dort kein Problem“, sagt Janker. Eine Sanierung wäre nicht mehr rentabel gewesen, die Anlage in Fronau sei nicht mehr auf dem Stand der Technik, zumal es ab dem kommenden Jahr ohnehin einer neuen Genehmigung bedurft hätte.
Auch in die Ertüchtigung der Rodinger Kläranlage am Kienmühlweg wird investiert, 325000 Euro sind dafür insgesamt vorgesehen. „Wir brauchen unter anderem einen neuen Rechen, außerdem soll das Gebäude auch energetisch ertüchtigt werden“, erläutert der Vorstand.
Ebenso werde geprüft, ob es sinnvoll sei, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kläranlage zu installieren, sagt Janker.
„Die Aufgaben werden nicht weniger“, fasst er das Gesamtpaket zusammen, das die Städtischen Betriebe zu stemmen haben. Dennoch ist er zuversichtlich, dass „wir es schaffen, alles abzuarbeiten.“
