Infotag auf der Baustelle: Kita Wolfstein soll im November bezugsfertig sein

Von Heike Regnet · 18. Februar 2024 um 13:00

„Baustelle betreten“ lautete am Samstag das Motto in der Kindertagesstätte Wolfstein, die gerade am Rennbühlweg 72 in Neumarkt gebaut wird. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn hieß die interessierten Bürger willkommen und viele nutzten an diesem Nachmittag die Gelegenheit zum Gespräch mit den Architekten und Mitarbeitern von Kühnlein Architektur.

„Es ist ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen, bei dem wir eine kindgerechte moderne Umgebung für vier Kindergartengruppen mit je 25 Plätzen und zwei Kinderkrippengruppen mit je zwölf Plätzen schaffen“, sagte OB Ochsenkühn. Rund 8,2 Millionen Euro werde die neue Kita kosten, die im November bezugsfertig sein soll. Bauherr sei die Stadt Neumarkt. Die Trägerschaft habe die Haus St. Marien gGmbH übernommen, wofür das Stadtoberhaupt dankte.

Vorfreude auf den Umzug, doch Personal fehlt

„Seit Beginn der Bauarbeiten werden die Fortschritte auf der Baustelle Tag für Tag aufmerksam von den Kindergartenkindern beobachtet, die aktuell die Container-Kita gegenüber besuchen“, erzählt Tamara Borstner, die seit August die Kita Wolfstein leitet. Da künftig im neuen Haus neben den bestehenden vier Gruppen ab 2025 zwei weitere Gruppen Platz finden sollen, würden noch Mitarbeiter gesucht, die künftig das 16-köpfige Kita-Team verstärken werden. „Wir freuen uns schon riesig auf die neuen Räume“, sagt Borstner. Sicher werde die Einweihung gebührend gefeiert.

Für den Bau wird Holz aus dem Stadtwald verwendet

„Von Beginn an wurde die Planung der Kita mit dem Träger abgestimmt“, sagt Architekt Michael Kühnlein jun. Erklärtes Ziel sei gewesen, dass der Bau in Holzbauweise im besonderen Maße den Bedürfnissen der Kinder dienen soll und auch dem Personal ein angenehmes Arbeiten ermögliche. Im Fokus stünden klimaschonendes Bauen und Nachhaltigkeit. Das für den Bau benötigte Holz wurde laut Kühnlein im Winter 2021/22 im Stadtwald geschlagen – rund 1750 Festmeter Rundholz. Für die Dämmung der Außenwände werde Stroh aus dem Klostergut Plankstetten verwendet. Für ein angenehmes Raumklima sollen Lehmwände sorgen. Weitere Besonderheiten seien die Begrünung der Fassaden und Dächer sowie die eigene PV-Anlage, die die Kita mit Strom versorgen wird.

Auch die Außenanlagen sollen naturnah gestaltet werden

Beim Gang durch die Baustelle erfuhren die Besucher, dass nur natürliche, baubiologisch und ökologisch unbedenkliche Baustoffe zum Einsatz kämen. Auf chemischen Holzschutz werde gänzlich verzichtet. Bis November sollen auch die Außenanlagen fertiggestellt sein – möglichst naturnah gestaltet. Derzeit liegen laut Kühnlein alle Arbeiten im Zeitplan und auch die geplanten Kosten werden nach jetzigem Stand eingehalten.

Dank sagte Ochsenkühn allen am Projekt Beteiligten, an erster Stelle dem Architekturbüro Kühnlein, „das dieses Projekt von Anfang an mit viel Leidenschaft umgesetzt hat“. Auch den Nachbarn dankte der OB „für das Mittragen der Bauarbeiten, die stets Lärm und Schmutz mit sich bringen.“