Ausbau des Bahnhofs in Neubäu mit zweitem Bahnsteig: Signale stehen auf Grün

Schon lange wird über Verbesserungen am Bahnhof in Neubäu am See gesprochen, nun scheinen die Signale auf Grün zu stehen, wie der Geschäftsführer der Rodinger Verkehrsbetriebe GmbH, Manfred Janker, berichtet. In diesem oder im kommenden Jahr soll gestartet werden, seien sich die Beteiligten (Deutsche Bahn, Landkreis Cham und Rodinger Verkehrsbetriebe) einig. Es ist damit auch eines der großen Projekte, das die GmbH, die in den vergangenen Jahren viele Veränderungen bewältigen musste, heuer planen und umsetzen möchte.
Geplant ist am Bahnhof in Neubäu durch die Deutsche Bahn, einen zusätzlichen Zustieg zu den Zügen auf der anderen Gleisseite zu ermöglichen. Dieser Bahnsteig soll durch eine Treppe und einen Übergang erschlossen werden. Die Ertüchtigung der Parkplätze und der Zuwegungen sei dann Aufgabe der Verkehrsbetriebe, erläutert Janker, ein entsprechendes Grundstück dafür wurde bereits erworben.
Die Gespräche der Beteiligten seien sehr positiv verlaufen, „ich denke, dass die ersten Arbeiten spätestens im kommenden Jahr ablaufen werden.“
Wochend-Busse zum Bahnhof
Änderungen sind auch beim Rodinger Bahnhof in Aussicht, vor allem an den Wochenenden, wie der Geschäftsführer ankündigt. „In einem ersten Schritt werden wir den Rodinger Bahnhof künftig auch an den Wochenenden regelmäßig bedienen. Ein weiterer Schritt könnte in den kommenden Jahren dann sein, auch die Anbindung an Werktagen weiter zu optimieren“, erläutert Janker.
Auch sonst gäbe es bei den Verkehrsbetrieben viel zu tun. „Wir haben seit 2020 eigentlich eine volle Kehrtwende machen müssen“, erzählt der Geschäftsführer. Während der Corona-Pandemie standen auch die Schulbusse still, dann kam die Explosion der Energiekosten, die Einführung von 9- und 49-Euro-Ticket und die Vorgaben durch die Energiewende-Politik der Bundesregierung.
„Wir hatten im Hintergrund sehr viel zu organisieren und haben gleichzeitig die Infrastruktur auf Vordermann gebracht, etwa mit der Einführung der elektronischen Echtzeitdaten in unser System“, zählt Janker auf.
Neue Fahrzeuge kommen
Alleine die Vorgaben durch die Energiewende stellten das Unternehmen vor immer neue Aufgaben, so werden im Moment die Fahrzeuge im Hof mit vier verschiedenen Treibstoffarten betankt. Ohnehin stehen die Fahrzeuge stets im Fokus. Auch in diesem Jahr werden wieder einige ausgetauscht, unter anderem stehen die Anschaffung eines weiteren Sprinters sowie eines mittelgroßen E-Busses an, wie Janker berichtet.
Insgesamt summieren sich die Ausgaben der Rodinger Verkehrsbetriebe im Wirtschaftsplan für dieses Jahr auf rund 750000 Euro, „das zeigt schon, dass uns die Arbeit nicht ausgeht“, sagt Janker. Es gelte aber, die GmbH fit für die Zukunft zu halten, „ohne Investitionen ist das nicht möglich.“
