Faschingszug: Sarching feiert den krönenden Abschluss einer tollen Saison

Von Tino Lex · 13. Februar 2024 um 19:00

Einen Dusel mit dem Wetter haben die Sarchinger schon immer. Jedes Jahr am Faschingsdienstag schlängelt sich der Gaudiwurm durch die engen Straßen und Gassen des Dörfchens – und dies bei Sonnenschein. Auch beim 74. Faschingszug war das nicht anders. Rund 10000 Narren wollten mit dabei sein, wenn der Abschluss einer tollen Faschings-Saison gefeiert wird.

Und feiern können die Sarchinger – das haben sie in diesem, wenn auch kurzen, Fasching hinlänglich gewiesen. Schon das Prinzenpaar eine Augenweide: Sandra II. und Josef II. strahlten vom Wagen herunter, sind aber schon etwas traurig, dass es jetzt schon wieder vorbei ist.

Nicht fehlen darf wie jedes Jahr Bürgermeister Hans Thiel, der als blauer Schlumpf verkleidet, kaum auszumachen war. Seine Faschingsschatten, Pfarrer Stefan Wissel, ein glühender Anhänger der fünften Jahreszeit, mimte ebenfalls einen Schlumpf wie auch Patrick Grossmann, neuer MdL und auch Pfarrvikar Reginald. Gejagt wurden sie von Gargamel, wem sonst.

Die Sarchinger selbst sind nie um ein tolles Thema verlegen. So hatten sie sich in diesem Jahr eine grandiose Sportart zum Motto gemacht: American Football. Erst von Sonntag auf Rosenmontag holten sich Chiefs im Superball nach einem nervenaufreibenden Super Bowl mit ihrem Quarterback Patrick Mahomes den weltgrößten Titel, wenn es um Mannschaftssportarten geht. Und die Sarchinger, die scheinen es gewusst zu haben und traten in Kostümen auf, die an den Super Bowl erinnerten.

Die Power Frauen Sarchings, griffen das Thema auch und waren die „Super Bons“. „Willst Du mein Ken sein“, diese Frage stellte Steffi Dirrigl als Barbie. Da kann man doch gar nicht widerstehen. Ihre vielen Freundinnen, allesamt Barbies, nahmen den gleichnamigen Film zum Anlass, um das zur Schau zu stellen. Noch mal einen drauf setzten die Sarchinger mit ihrer Schönheitsklinik: Fettabsaugung, aufgepolsterte Lippen und Hintern, schönere Nasen können hier gemacht werden lassen. Doch mal ehrlich: Das haben die Sarchinger doch gar nicht nötig, „lauter scheene Leit‘“.

Insgesamt 44 Gruppen, Musikkapellen, Wagen, Faschingsgesellschaften und nicht zuletzt Fußgruppen zeigten ihre Liebe zum Fasching und lebten diese aus. Einer ist nicht zu vergessen: Sarchings Urgestein Helmut Raith, der alle auf dem Kirchplatz mit seinem Wissen aus sechs Jahrzehnten Faschingsmoderation unterhalten konnte.

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