Neubau in Ebermannsdorf ist für den Kreisbrandrat die einzige Lösung – Verbesserung lang verzögert

Der Gemeinderat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Feuerwehren in Diebis, Pittersberg und Ebermannsdorf. Das zentrale Thema war die Einsatzbereitschaft der Wehren, die in regelmäßigen Abständen von der Kreisbrandinspektion überprüft wird.
Einige Wochen vor der Sitzung hatten die Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach mit Kreisbrandrat Christof Strobl und die Verantwortlichen der gemeindlichen Feuerwehren die Gerätehäuser besichtigt. Dabei wurden der Zustand der Gebäude, die Ausrüstung und der Personalstand geprüft. Außerdem erfolgte im Feuerwehrhaus Ebermannsdorf kürzlich eine Begehung durch den Kommunalen Unfallversicherungsverband (KUVB).
Jetzt stellte der Kreisbrandrat in der Sitzung das Gesamtergebnis der Sicherheits- und Einsatzprüfung vor. Mit einem Satz gesagt, so merkte er an, ist das Ergebnis für manchen doch ernüchternd ausgefallen. Dies betreffe vor allem die Alarmierungsbereitschaft und die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften in Ebermannsdorf. Als Grund dafür nannte Strobl die beengten Platzverhältnisse.
Der Kreisbrandrat erklärte, die Mannschaftsstärke sei bei der Feuerwehr Diebis bei Tagesalarmierungen nicht ausreichend. In Pittersberg gebe es zwar 38 Aktive, aber die Tagesalarmierungssicherheit sei nicht gewährleistet, weil die Leute auswärts zur Arbeit sind. „Beide Feuerwehren sind für Einsätze von 6 bis 18Uhr bei der Leitstelle in Amberg abgemeldet“, so Strobl.
Kritik gab es schon 2016
Daher müsse die FF Ebermannsdorf den Grundschutz für die gesamte Gemeinde gewährleisten können. Umso wichtiger sei daher, dass sie dafür geeignet ausgestattet sei und die Verhältnisse als Ausgangspunkt für Einsätze den Sicherheitsvorschriften der Unfallverhütung entsprechen. Wie Strobl feststellte, habe der KUVB die Situation bereits 2016 kritisiert. Die Mängel in Ebermannsdorf betreffen demnach die Stellplätze für Privatfahrzeuge, das Ausrücken aus dem Gerätehaus, Verkehrswege in der Fahrzeughalle, das Freihalten von Verkehrswegen, die Bodenbeläge im Außenbereich, die Lagerung der Einsatzkleidung und den Sanitärbereich.
Fazit des KUVB sei, die Gemeinde habe es in sieben Jahren nicht geschafft, Maßnahmen zur Beseitigung des Engpasses und der Mängel zu ergreifen. In der Sitzung wurde auch angemerkt, dass bei Unfällen, die auf festgestellte Mängel zurückzuführen sind, strafrechtlich der Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderates persönlich belangt werden können.
Der Kreisbrandrat erläuterte, es erscheine der kommunalen Unfallverhütung als unmöglich, dass die Anforderungen am jetzigen Standort der Feuerwehr Ebermannsdorf erfüllt werden können. Eine vollständige Beseitigung der Mängel sei daher nur durch einen Neubau an einem anderen Standort möglich, machte er deutlich.
Das aus allen Nähten platzende Feuerwehrhaus stamme aus einer Zeit, als dies für Ebermannsdorf ausreichend war. Aber aufgrund der wachsenden Gemeinde mit neuen Wohngebieten und vor allem mit dem Gewerbegebiet Schafhof müsse auch die Feuerwehr mit Einrichtungen und Ausrüstung „mitwachsen“, sagte Strobl. Nur so sei der Grundschutz gewährleistet.
Jetzt soll es zügig gehen
Der Kreisbrandrat merkte auch an, es gebe Straßen und Plätze, wo kein Feuerwehrhaus gebaut werden könne. Die Unfallverhütungsvorschriften, die Regelungen für Zu- und Abfahrten und die Sicherheitsauflagen könnten dort nicht eingehalten werden.
Auch die CSU-Gemeinderäte Günther Denk und Thomas Wiedenbauer forderten eine zügige Umsetzung der Feststellungen. Ein Standort sei favorisiert und es bleibe keine andere Möglichkeit, als dort in absehbarer Zeit zu bauen.
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