Nach Unfalltod von Julia Lankes (17) bei Pemfling: Unfallfahrer vor Gericht

Von Tanja Fenzl · 8. Februar 2024 um 17:00

Im August 2022 kam die 17-jährige Julia Lankes bei einem Unfall bei Pemfling (Landkreis Cham) ums Leben. Jetzt kommt es deswegen zum Prozess.

Dem Polizeibericht zufolge hatte ein damals 50-Jähriger aus dem Landkreis die Vorfahrt missachtet; die junge Motorradfahrerin stieß gegen den Wagen des Mannes. Sie starb noch an der Unfallstelle. Im März wird der Fall nun in Cham vor dem Amtsgericht verhandelt. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf fahrlässige Tötung.

Im vergangenen Jahr war dem Unfallfahrer ein Strafbefehl zugegangen, gegen den Einspruch eingelegt wurde.

Bekannte Sportlerin im Landkreis Cham

Der Tod der jungen Frau hatte in der Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen. Die Sportlerin war vor allem durch ihre Fußballkarriere – sie spielte unter anderem für Aurich in der B-Juniorinnen-Bundesliga, zuletzt beim SV Thenried – weitum bekannt. Aber auch im Handball hatte sich Julia viele Jahre in der Jugend einen Namen gemacht. Zuletzt spielte sie beim ASV Cham und beim ESV Regensburg.

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Am Unfallabend war Julia mit ihrem Motorrad der Marke Aprilia auf der Staatsstraße 2151 in Richtung Pemfling unterwegs, der 50-Jährige war von Elsing nach Großbergerdorf unterwegs. An der Kreuzung beider Straßen galt für den Autofahrer ein Stoppschild.

Motorradfahrerin gesehen?

In der Anklageschrift wird dem Angeklagten von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in den Kreuzungsbereich eingefahren zu sein, obwohl er das Mädchen auf dem Leichtkraftrad heranfahren gesehen habe. In dem Unfallwagen saßen neben dem Fahrer damals auch dessen Lebensgefährtin, deren Tochter und deren Freund.

Die Motorradfahrerin fuhr dem Auto in die Fahrertür und schlug in die Windschutzscheibe. Rettungsbemühungen waren vergeblich.

Unseren Informationen zufolge treten die Eltern der Getöteten vor Gericht als Nebenkläger auf.

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