Spender gesucht: Berching braucht Geld für ein Sozialmobil

Von Bernhard Neumayer · 2. Februar 2024 um 13:55

Die Nachbarschaftshilfe Berching leistet Enormes für Bürger, die auf Hilfe angewiesen sind. Unter anderem fahren die Ehrenamtlichen der Nachbarschaftshilfe Senioren zu Arztterminen – mit ihrem Privatfahrzeugen. Damit soll bald Schluss sein.

Auf Antrag der Nachbarschaftshilfe (NBH), des Krankenpflegevereins Berching und der Caritas-Sozialstation Neumarkt plant die Stadt, ein Sozialmobil anzuschaffen. Die Verantwortlichen rechnen mit etwa 40.000 Euro Anschaffungskosten, wie sie bei einem Pressetermin vor dem Rathaus mitteilten. Um das Fahrzeug zu finanzieren, sind die Verantwortlichen auf Spenden der Bürger und Unternehmen angewiesen.

Berching: Sozialmobil kostet wohl um die 40.000 Euro

Welches Auto gekauft werden soll, wird noch diskutiert. Fest steht, dass das behindertengerechte Fahrzeug überwiegend für die Fahrten der Nachbarschaftshilfe verwendet werden soll, aber auch für die Auslieferung der Essen auf Räder. Immer mehr Menschen würden diesen Dienst in Anspruch nehmen – auch Kindergärten.

Insgesamt nehmen die Transporte der Nachbarschaftshilfe zu, insbesondere auch für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator, wie Hans-Joachim Schneider von der Nachbarschaftshilfe sagte. 2022 legten die Ehrenamtlichen für die Nachbarschaftshilfe noch 14.765 Kilometer mit ihren Privatautos zurück. Im vergangenen Jahr waren es laut Schneider rund 19.000 Kilometer.

„Manche Helfer haben Kleinfahrzeuge, in denen Rollstuhlfahrer schwierig transportiert werden können“, sagt Schneider. Auch die Behälter für Essen auf Räder benötigen einen gewissen Stauraum im Auto. Der Bedarf für ein Sozialmobil sei in Berching in jedem Fall vorhanden, waren sich die Verantwortlichen beim Pressetermin einig. Denn Fahrten – unter anderem zum Arzt oder zu Behörden – seien gerade für Personen, die aufgrund einer Einschränkung den ÖPNV nicht nutzen können, oft eine Herausforderung. Auch Privatpersonen sollen das Sozialmobil verwenden können.

Die Stadt Berching hat sich bereiterklärt, als Halter des Fahrzeugs zu fungieren. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich beim Pressetermin auch zu, dass die Stadt finanziell etwas zum Kauf beisteuere. Wie viel, ließ er noch offen.

Sozialmobil für Berching: So kann man spenden

Nachbarschaftshilfe, Krankenpflegeverein, Caritas und Stadt wollen vor allem einheimische Firmen als finanzielle Unterstützer gewinnen. Ein schriftlicher Spendenaufruf sei am Mittwoch an Unternehmen versandt worden. Bei einer Spende ab 1000Euro soll das jeweilige Firmenlogo an dem Wagen angebracht werden. Auch Berchinger Bürger bitten die Verantwortlichen um eine Spende. „Das ist ein gut angelegtes Geld“, ist sich Josef Bogner, Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation, sicher.

Unter dem Stichwort „Sozialmobil“ kann man auf das Konto der Stadt Berching/Nachbarschaftshilfe bei der Sparkasse Berching spenden. Die IBAN lautet: DE08 7605 2080 0000 2300 03.