Defizit des Neumarkter Schlossbads hat sich 2022 verdoppelt

Das Defizit des Neumarkter Schlossbads hat sich gegenüber dem Vorjahr etwa verdoppelt. Am Donnerstag sollen die Stadträte in ihrer Sitzung darüber beschließen, dass die Stadt die 2,57 Millionen Euro übernimmt.
Doch der Beschluss ist eigentlich reine Formsache, nachdem sich das Gremium bereits im Jahr 2016 dazu entschieden hat, grundsätzlich die Verluste des Ganzjahresbads auszugleichen. Im Jahr 2021 hatte das Minus knapp 1,26 Millionen Euro betragen. Begründet wurde diese finanzielle Entwicklung damals wie heute mit den massiv gestiegenen Energiekosten.
Träger des Schlossbads ist die Stadtwerke Neumarkt Freizeit & Leben KU mit Vorstand Dominique Kinzkofer. Mitte Dezember hatte das Kommunalunternehmen mitgeteilt, dass die Eintrittspreise zum 1.Januar 2024 angehoben werden müssen – um die steigenden Kosten abzufangen.
So erhöhte sich der Eintritt ins Schlossbad wochentags für Einzelpersonen um 50 Cent für 90 Minuten bzw. um 1,50 Euro für vier Stunden. Die Tageskarte kostet seit dem Jahreswechsel 13,90 anstatt zwölf Euro für Erwachsene. Wie der Leiter Freizeitanlagen bei den Stadtwerken, Christian Braun, erläuterte, seien in allen Bereichen die Kosten gestiegen: Instandhaltung, Wartung, Reinigung sowie Dienstleistungen externer Firmen. Darüber hinaus verdienten auch die Mitarbeiter mehr aufgrund der neuen Tarifabschlüsse.
Wie sich die Ausgaben im Detail im Jahr 2022 entwickelt haben – sowie einen Ausblick auf das abgelaufene Jahr 2023 – wird Thema in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend sein. Auch die Entlastung des Aufsichtsrats der Stadtwerke Neumarkt Freizeit & Leben KU für das Betriebsjahr 2022 steht dann unter anderem auf der Tagesordnung.