Bestürzung in Regensburg und Neunburg vorm Wald: Unternehmer Insinger stirbt mit 66 Jahren

Von Jan Lange, Christian Eckl, Martin Kellermeier · 19. Januar 2024 um 16:32

Schock in Regensburg und in Neunburg vorm Wald: Der bekannte Unternehmer Andreas Insinger ist am Donnerstag überraschend im Alter von 66 Jahren gestorben.

Insinger stammte aus einer alteingesessenen Regensburger Unternehmerfamilie. Sein Vater gründete 1969 die Drahtfabrikation Anka in Neunburg vorm Wald, die er 2001 übernahm. Wegbegleiter des Unternehmers zeigten sich am Freitag fassungslos über den plötzlichen Tod: „Er war ein unkonventioneller Unternehmer, einer, der loyal hinter seinen Mitarbeitern stand“, sagte Peter Kittel zur Mediengruppe Bayern. In Regensburg trat Insinger immer wieder als wichtiger Vermieter von Immobilien für Handelsflächen in Erscheinung. So gehörte ihm beispielsweise das Wohn- und Geschäftshaus am Neupfarrplatz, in dem der Herrenausstatter Anstons befindet.

Auch im Landkreis Schwandorf hat Andreas Insinger seine Fußspuren hinterlassen. Insinger war nicht nur Inhaber der Firma Anka Draht in Neunburg, sondern auch Gründer und Mitgesellschafter der Erlebnisholzkugel am Steinberger See, die sich längst zu einem Wahrzeichen des Landkreises entwickelt hat.

„Ihm ging es darum, für die Region etwas zu tun. Er hat sich in sehr kurzer Zeit dazu entschieden, bei uns miteinzusteigen“, sagt Tom Zeller, Geschäftsführer der Erlebnisholzkugel. Immer mittwochs sei Insinger bei der Holzkugel vorbeigekommen, um dort zu essen, am liebsten Currywurst. „Er hatte immer Ideen und wollte alles voranbringen. Er war ein toller Partner“, so Zeller.

Bürgermeister Birner: „Größten Respekt vor ihm“

Ähnlich äußern sich Politiker aus dem Landkreis Schwandorf, die viel mit Insinger zu tun hatten. Als aufrechten, geradlinigen und sehr verlässlichen Unternehmer beschreibt Neunburgs Bürgermeister Martin Birner (CSU) den Verstorbenen. „Ich hatte größten Respekt vor ihm“, meint der Rathauschef, der sichtlich geschockt von der Nachricht war. Die Firma Anka Draht habe Insinger über die Jahre immer weiterentwickelt und viele neue Jobs geschaffen. Das Unternehmen gehört zu den größten Arbeitgebern in Neunburg, sagt Birner.

Insinger sei der Gemeinschaftssinn der Belegschaft sehr wichtig gewesen. Das sei ihm auch etwas wert gewesen, weiß der Bürgermeister. Auch wenn er sich von der Unternehmensleitung inzwischen zurückgezogen hatte, sei er noch regelmäßig im Betrieb präsent gewesen. Er habe auch viele Vereine unterstützt, war jahrelang Sponsor des Weiberfaschings, gab Geld fürs Festspiel und fürs Museum. „Er hatte eine sehr soziale Ader und war auch immer sofort bereit, zu unterstützen“, sagt Birner.

Landrat Ebeling schockiert über Insingers Tod

Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling ist ebenfalls bestürzt über den plötzlichen Tod von Andreas Insinger. „Er war eine beeindruckende Unternehmerpersönlichkeit, die viel für den Landkreis Schwandorf getan hat.“ Er sei ein sympathischer und umgänglicher Mensch gewesen, fügt der Landrat hinzu. „Seinen Tod bedauere ich sehr und bin in Gedanken bei seinen Angehörigen.“