Audi und BMW mit an der Spitze: Über 2,8 Millionen Autos 2023 neu zugelassen

Es läuft auf dem deutschen Automarkt: 2.844.609 Personenkraftwagen wurden im Jahr 2023 neu zugelassen, berichtet das Kraftfahrtbundesamt (KBA) Flensburg in seiner alljährlichen Statistik. Das ist ein Plus von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei verzeichnen auch die bayerischen Hersteller bei den Neuzulassungen stabile Zuwächse.
Die Deutschen und ihr Auto. Das ist eine ganz besondere Beziehung. Mit mehr als 2,8 Millionen Neuzulassungen im Jahr, liegt Deutschland deutlich vor anderen EU-Ländern, wie Zahlen des Europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA) zeigen. Dort liegen Frankreich mit 1.774.723 Pkw-Neuzulassungen oder Italien (1.565.331) auf den Rängen zwei und drei. Das KBA führt innerhalb Deutschlands den Freistaat mit 589.682 Neuzulassungen an der Spitze. Beim Autokauf greift der Deutsche am liebsten bei den heimischen und auch bei den bayerischen Automarken zu, wie die Statistik des KBA weiter aufschlüsselt.
VW, Mercedes, Audi und BMW sehr beliebt
Allein VW mit 18,2 Prozent, Mercedes (9,8 %), Audi (8,7%) und BMW (8,2%) machen zusammen knapp 45 Prozent der gesamten Neuzulassungen in Deutschland aus.Und auch individuell lief das Jahr 2023 gut für die Hersteller. VW konnte ein Neuzulassungs-Plus von 7,9 Prozent im Vergleich zu 2022 erzielen, Mercedes (13,7%), BMW (11,2%) und Audi (15,7) können das noch überbieten. Und die Hersteller? Sie freuen sich darüber.
BMW freut sich über hohen BEV-Anteil
„Die Zulassungszahlen des KBA zeigen, dass unser Heimatmarkt einen wesentlichen Anteil zu dem Rekordergebnis der BMW Group weltweit beigetragen hat“, teilt ein BMW-Sprecher auf Nachfrage der Mediengruppe Bayern mit. Er ergänzt: „ Der Absatzrekord 2023 zeigt die Begehrlichkeit unserer starken Marken.“ Besonders freut man sich in München, dass es bei den Battery Electric Vehicle (BEV), also reinen Elektrofahrzeugen, so gut lief: „Neue, hoch attraktive und technologisch herausragende Fahrzeuge haben unseren Hochlauf in der Elektromobilität in 2023 weiter dynamisch beschleunigt“,so der Sprecher, „und wir konnten somit das gesetzte Ziel von 15% Anteil vollelektrischer Fahrzeuge am Gesamtabsatz erreichen.“
Audi konnte „stärker wachsen als der Gesamtmarkt“
In Ingolstadt freut man sich indes vor allem über das weltweite Gesamtergebnis: „2023 konnte Audi in allen Weltregionen die Auslieferungszahlen steigern und stärker wachsen als der Gesamtmarkt“, teilt Audi in einer Pressemitteilung mit. CEO Gernot Döller ergänzt darin: „Die hohe Nachfrage nach unseren Modellen bildet eine robuste Ausgangslage für das neue Jahr.“ Aufgrund eines „verschärften Wettbewerbs“ und „weltwirtschaftlicher Unsicherheiten“, wie Döller weiter zitiert wird, sei man sich jedoch bewusst, dass 2024 anspruchsvoll werde. Döller kündigt an: „2024 und 2025 stärken und verjüngen wir zudem unser Portfolio mit zahlreichen neuen Modellen. Im Mittelpunkt stehen unsere zukunftsweisenden Elektroautos.“ Gleichzeitig wolle man sich „mit einer komplett neuen Generation an Verbrennern und Plug-in-Hybriden“ robust für die nächsten Jahre aufstellen.
Bayern Spitzenreiter bei alternativem Antrieb
Die Neuzulassungen von Verbrennern und Autos mit alternativem Antrieb angeht, zeigen die Zahlen des KBA ein ausgeglichenes Bild. Von den 589.682 Neuzulassungen in Bayern waren knapp die Hälfte (48,7%) der Autos mit alternativem Antrieb ausgestattet. Auch hier ist Bayern Spitzenreiter in Deutschland. Insgesamt wurden laut KBA in der Bundesrepublik 1.379.260 PKW mit alternativem Antrieb neu zugelassen, davon etwa die Hälfte rein elektrisch angetrieben. Dennoch verbucht die Statistik für die Neuzulassungen von rein elektrischen Fahrzeugen ein Minus von 16 Prozent im Vergleich zu 2022.