Eisregen und Glatteis: Busverkehr in Neumarkt unterbrochen, Schulen auf Distanzunterricht

Behörden, Eltern, Schüler, Pendler: Sie alle waren vorgewarnt auf das, was im Laufe des Mittwochs auf den Straßen in ganz Bayern passieren würde. Eindringlich hatte der Deutsche Wetterdienst vor spiegelglatten Straßen gewarnt, dennoch kam es in Neumarkt an manchen Stellen zu Einschränkungen.
Eine Kommission, bestehend aus Vertretern der Schulen und des Katastrophenschutzes hatte entschieden, die Schulen am Mittwoch geschlossen zu lassen und auf Distanzunterricht umzustellen.
Zwar seien die Mitarbeiter des Winterdienstes auf die Situation vorbereitet gewesen, wie Stadtsprecher Christian Wild mitteilte. Jedoch kam es im Laufe des Vormittags dazu, dass der Busbetrieb in Stadt und Landkreis eingestellt werden musste, wie das Landratsamt mitteilte.
Busbetrieb eingestellt
Das habe aber nicht daran gelegen, dass die Straßen nicht frei gewesen wären. Vielmehr hätten die Busfahrer nichts mehr gesehen, weil die Scheiben durch den Eisregen so stark angefroren gewesen seien, dass sie sie nicht mehr frei bekommen hätten, sagte Michael Gottschalk, Pressesprecher des Landratsamts.
Während die Stadtbusse gegen 13Uhr wieder nach Plan fuhren, dauerte der Stillstand bei den Bussen im Landkreis bis nachmittags an. Gottschalks Angaben zufolge habe das aber keine gravierenden Auswirkungen gehabt – die Busse im Landkreis würden überwiegend von Schülern genutzt. Zugausfälle oder große Verspätungen habe es gestern wegen des Wetters nicht gegeben, erklärte unter anderem Thomas Tomaschek, Pressesprecher von Agilis.
Winterdienst war vorbereitet
Die Winterdienste waren den ganzen Tag auf den Straßen unterwegs. Wie die Stadt mitteilte, hätten Mitarbeiter des Bauhofs seit den frühen Morgenstunden gestreut. Als es gegen 9Uhr zu regnen begonnen habe, seien die Winterdienstfahrzeuge erneut ausgerückt. Es seien alle Fahrzeuge des städtischen Bauhofs unterwegs gewesen: kleine Räumfahrzeuge auf den Fuß- und Fahrradwegen, Fußtrupps an engen, schwer erreichbaren Verkehrsstellen, sagte Wild.
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Ähnliches galt für die Straßenmeisterei Neumarkt, die für die Bundesstraßen zuständig ist. Leiter Christian Kraus erklärte: „Seit Mittwoch früh um 3Uhr ist der Winterdienst auf den Bundes- und Kreisstraßen im Einsatz.“
Wenig Menschen unterwegs
Ähnliches teilte auch die Autobahnmeisterei Neumarkt mit. Auf der A3 sei zudem weniger los gewesen, sagte Leiter Patrick Beierkühnlein. Als Grund nannte er die Möglichkeiten von Home Office und Home Schooling. Das habe sich auch im Stadtgebiet bemerkbar gemacht, wie Wild bestätigte: „Weil die Schulen auf Distanzunterricht umgestellt haben, hat man gemerkt, dass in der Früh weniger los war.“
Kaum Einsätze der Rettungskräfte
Die Polizei Neumarkt teilte mit, dass es gestern lediglich einen Glätteunfall gegeben habe. Die Feuerwehren mussten nicht wegen der Glätte ausrücken. Der Leiter des Rettungsdienst beim BRK, Björn Schülke, sagte: „Es ist nicht zu außergewöhnlich vielen Vorkommnissen gekommen.“