Unbekannte beklauen Sternsinger in Nittenau: Ministranten und Pfarrvikar sind fassungslos über Tat

Von Jan Lange · 5. Januar 2024 um 10:29

Am Mittwoch, 3. Januar, waren die Sternsinger in Nittenau unterwegs. Zum Transport ihrer privaten Gegenstände sowie der erhaltenen Süßigkeiten wurde ein Bollerwagen mitgeführt, wie die Polizei Nittenau mitteilt. Aus diesem klauten Unbekannte Gegenstände.

Unter den gestohlenen Sachen befanden sich die zuvor erhaltenen Süßigkeiten sowie ein schwarzer Rucksack mit einem auffälligen Fotomotiv. In dem Rucksack habe sich unter anderem ein Geldbeutel mit etwas Bargeld und ein Busausweis befunden.

Den Bollerwagen stellten die Sternsinger in der Zeit von 16.45 bis 17.15 Uhr an der Ecke Thanner Straße/Fichtenweg ab, um die umliegenden Häuser zu besuchen. Nach ihrer Rückkehr stellten sie fest, dass die besagten Gegenstände aus dem Bollerwagen entwendet wurden. Hinweise erbittet die Polizeistation Nittenau unter (09436) 9038930.

Oberministrant Johannes Heimerl, der mit Pfarrvikar Andreas Hörbe die Sternsinger-Aktion organisiert hatte, zeigte sich fassungslos über die Tat. Die Kinder würden freiwillig die Spenden einsammeln. Sie zu bestehlen, gehe gar nicht, meint Heimerl. Auch der Pfarrvikar sei erschüttert gewesen, als er von dem Diebstahl erfuhr. Er sei drauf und dran gewesen, so Heimerl, den betroffenen Sternsingern die gestohlenen Sachen privat zu ersetzen. Die Pfarrei lasse die vier Sternsinger aber „nicht im Regen stehen“ und werde ihnen den Verlust erstatten, betont Heimerl. Die anderen Sternsinger-Gruppen gaben einen Teil ihrer Süßigkeiten zuvor an die bestohlenen Kinder.

Drei der vier Betroffenen hätten laut Heimerl Erfahrung mit der Sammelaktion, einer sei das erste Mal dabei gewesen. Der Oberministrant befürchtet, dass der Diebstahl künftig Kinder abhalten könnte, Sternsinger zu werden. Er sei froh gewesen, dass sich heuer so viele gemeldet hätten. In der Vergangenheit sei das nicht immer so gewesen.

Nach dem Vorfall habe er den Sternsingern geraten, ihren Bollerwagen niemals unbeaufsichtigt stehen zu lassen. Auch private Gegenstände sollten niemals aus den Augen gelassen werden.