Winter lässt die Arbeitslosigkeit im Kreis Schwandorf steigen – Bedarf bei Heizungs- und Klimatechnik

„Im Landkreis Schwandorf ist die Arbeitslosigkeit im Dezember spürbar angestiegen. Dabei handelt es sich um eine saisontypische Entwicklung zum Winteranfang“, sagt Siegfried Bäumler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.
Der Anstieg betraf laut Pressemitteilung der Agentur aber nicht alle Personengruppen. So sank zum Beispiel die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 20-Jährigen. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis nahm binnen Monatsfrist um 181 Personen zu. Mitte des Berichtsmonats waren laut Arbeitsagentur 2748 Personen arbeitslos gemeldet und damit 352 mehr als im Dezember 2022. Die Arbeitslosenquote stieg binnen Monatsfrist um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 3,1 Prozent. Im Dezember 2022 lag die Quote noch bei 2,8 Prozent.
„Der Bestand an offenen Stellen bleibt im Landkreis weiterhin auf hohem Niveau. Für Arbeitssuchende und Wiedereinsteiger lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Angebot der Arbeitgeber. In beinahe allen Branchen gibt es interessante Offerten, um ins Arbeitsleben zurückzukehren“, berichtet Agenturleiter Bäumler.
2671 Stellenangebote waren Mitte Dezember gemeldet
Mitte Dezember waren im gemeinsamen Stellenpool der Arbeitsagentur und des Jobcenters 2671 Stellenangebote gemeldet und damit geringfügig weniger als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn meldeten die Betriebe und öffentlichen Verwaltungen 3964 Stellen und somit 726 Offerten weniger als im Vorjahreszeitraum.
Am 30. Juni 2023 waren im Landkreis Schwandorf rund 800 Arbeitnehmer mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Beschäftigten auf insgesamt 59274, so die Arbeitsagentur.
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Im Dezember meldeten sich aus der Erwerbstätigkeit heraus 462 Personen arbeitslos und somit 83 Arbeitnehmer mehr als im Dezember 2022. Im Gegenzug beendeten 182 Personen ihre Arbeitslosigkeit, um direkt ins Berufsleben zurückzukehren oder einzusteigen. Dies waren fünf Arbeitnehmer mehr als im Vorjahresmonat.
Die Arbeitgeber meldeten im Dezember im Vergleich zum Vormonat mehr neue Stellen. Dieser Stellenzuwachs ist nach Einschätzung der Agentur für Arbeit Schwandorf hauptsächlich im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zu verzeichnen, da insbesondere die Solarbranche einen enormen Arbeitskräftebedarf hat.
Rückgang bei der Zeitarbeit
Auch die öffentliche Verwaltung und Arbeitgeber aus dem Gesundheitsweisen hätten mehr Stellen als im Vormonat ausgeschrieben, berichtet der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter. Demgegenüber war besonders in der Zeitarbeit in den vergangenen Monaten ein deutlicher Rückgang an Arbeitsstellen zu verzeichnen, so die Vermittlungsfachkräfte.