Zelt- und Kulturfestival: Das Programm für Schwandorfer Veranstaltungsreihe steht

Wer schon vor dem letzten August-Wochenende aus seinem Sommerurlaub zurückkehrt, darf sich freuen: Zwischen 30. August und Sonntag, 8. September, wird es in Schwandorf am Gelände der Oberpfalzhalle wieder ein Zelt-und Kulturfestival (ZKF) geben. Es ist dies bereits die dritte Auflage dieser Veranstaltung. Hier ein Überblick über die Programmhöhepunkte.
30. August, 19.30 Uhr, Zeltbühne: „Aufbruch!“ heißt das aktuelle Kabarett-Programm von und mit Stefan Kröll. Aufbruch in eine neue Ära? Aufbruch eingefahrener Denkweisen oder einfach nur der Aufbruch beim Wild? So mehrdeutig wie der Titel sind nach eigener Darstellung auch dieses Mal die skurrilen Geschichten, Querverbindungen und Gedankensprünge, die zum Markenzeichen seiner Vorstellungen geworden sind. Krölls Bestreben: Raus aus dem komplizierten Selbstmitleid, hinein in die Welt der schrägen Komik, in das Reich skurriler Geschichten von der Antike bis ins Jetzt.
30. August, 20 Uhr, Theaterbühne: Das Herbert Pixner Projekt zählt seit nun bald zwei Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Vertretern der progressiven Volksmusik. Mit „verspielt-lasziver Sanftmut, wuchtigen Rock- und Bluesriffs, brillanter Technik, verwegener Improvisationslust und Anleihen aus Tango, Flamenco und Jazz“ begeistern sie laut Pressemitteilung ihr Publikum. Minimalistisch, schroff, verträumt, aber immer authentisch klinge das. Hier würden vielfältige Klangteppiche gewoben, es sei Platz für sanfte Melancholie und auch für „vor nichts Halt machenden Ausbrüchen“. Auch nach mittlerweile 2000 (!) ausverkauften Konzerten wollen Pixner und seine kongenialen Mitmusiker ihr Publikum begeistern.
31. August, 19.30 Uhr, Zeltbühne: Legendär ist Binser Art, komplexe Zusammenhänge über die bayerische Lebenswirklichkeit ironisch und doch haargenau auf den Punkt zu bringen, heißt es. Das tue er auf „so grundentspannt, geniale und feinsinnig brachiale Art“, dass sein Publikum beständig in unkontrollierte Lachanfälle verfalle. Der Titel des Programms: „Hä?“
31. August, 20 Uhr, Theaterbühne: Seit 40 Jahren ist Hans Söllner nun unterwegs, der Mann aus Bad Reichenhall, und irgendwo zwischen Bob Dylan, Johnny Cash und einem bayerischen Wilderer treibt er sein Wesen – singt in der Songwriter-Tradition amerikanischer Direktheit, mit großem musikalischem Instinkt und so, als seien freiheitssuchende Pioniere in die Alpen zurückgekehrt. Söllners Blick aufs Leben ist nach eigener Darstellung unbestechlich. Sein Bild von der Welt, in der er leben will, sei ein Gerechtes und seine Wut auf die, die diese Welt und ihre Lebewesen zerstören wollten, komme mit Urgewalt.
1. September, 16 Uhr, Theaterbühne: Die turbulente Musical-Adaption „Oh wie schön ist Panama“ von Autor und Regisseur Florian Schmidt sowie Komponist Reinhold Hoffmann (Mitglied der Band Haindling) bringt die ebenso amüsante wie philosophische Geschichte über Freundschaft, Fernweh und Freiheit nun auf die Bühne. Als interaktives Singspiel für Weltenbummler ab vier Jahren – mit fröhlichen Liedern, die von einer Liveband präsentiert werden.
1. September, 18 Uhr, Zeltbühne: Sie nehmen ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Zeitreise über den staubigen Wüsten-Highway im sonnenverwöhnten Kalifornien, schlürfen mit ihnen genüsslich einen Tequila Sunrise, nehmen das Leben ziemlich easy und checken zum Höhepunkt im Hotel California ein: Die Rede ist von der Eagles-Tributeband Hotel California, die am 1. September auf der ZKF-Bühne eincheckt und den Westcoast-Sound der 70er- und 80er- Jahre inklusive Laid-Back-Lebensgefühl aufleben lässt.
Am selben Abend ebenfalls ein Erlebnis: ToToX – a tribute to Toto. Die Band hat sich ein hohes Ziel gesteckt. Sie präsentiert ihrem Publikum eine Show ausschließlich mit den bekanntesten Songs von Toto. Originalgetreu und nahezu perfekt gespielt sei die Show ein „Genuss für jeden Musikfreund“, heißt es in der Ankündigung.
2. September, 19.30 Uhr, Zeltbühne: Roland Hefters neues Programm „30 Jahre – a Wahnsinn, wia die Zeit vergeht“ verspricht alte und neue Lieder, Geschichten, die noch viele in Erinnerung haben, nicht nur aus der Anfangszeit des Künstlers. Und wer hat schon alles im Kopf, bei 150 Songs, die in 30 Jahren aus der Feder des bayrischen Liedermachers geflossen sind? Einige sollen nun einen Platz und die Bühne bekommen, die sie verdient haben, eingebettet zwischen Hefterischen Hits und Nummern, die das Publikum aus vollster Inbrunst mitsingt – ob man’s kann oder nicht.
4. September, 19.30 Uhr, Zeltbühne: Mit rau-sanfter Stimme gesungenen Liedern über Gott und die Welt und kurios-lustigen Geschichten über die bayrische Provinz zieht Mathias Kellner seit Jahren durchs Land. Der niederbayrische Oberpfälzer ist einer der bekanntesten Liedermacher Bayerns und lässt mit seinen hemdsärmeligen G’schichten regelmäßig die Grenzen zwischen Musik und Kabarett geschickt verschwimmen. Selbst wenn er gerade noch den melancholischen Song „Radieserlwalzer“ von der Reise zum Mittelpunkt der Welt singt, erzählt er doch gleich darauf urkomisch von seiner „Abspülmeditation“.
5. September, 19.30 Uhr, Zeltbühne: Pam Pam Ida ist laut Presseinfo vielleicht das einzige Projekt im Dialektkosmos, das sich weniger der Partyunterhaltung oder gefühliger Hymnen verpflichtet sieht, sondern richtig gern neue Wege im Popdschungel beschreitet. „Yes“-gefällig, aber ohne Anpassung an kapitalistische Marktideologien. Manchmal scheuten sie diesen Spagat sogar, heißt es. Zumindest sagten das die ausverkauften Konzerte und viele Streaming-Abonnenten. Vielleicht haben sie also recht. Aber wer mag schon so abgehobene Besserwisser? Die Wahrheit über Kunst liegt am Ende ja doch im Auge (oder Ohr) der Betrachter.
5. September, 20 Uhr, Theaterbühne: Die Nockis wollen zu ihrem 40. Bestehen alles bieten, was das Fan-Herz begehrt. Die neuen Songs seien wieder „voll aus dem Leben“ und würden gekonnt jede Menge aktuelle Sounds einbinden. Dazu kommt Gottfried „Friedl“ Würchers leicht rauchige Stimme, die auch im sanften Rock-Genre ihre Freunde finden würde. „Nockis 40“ bringe „alles mit, was ein perfektes Album ausmacht“, heißt es – Top-Stimme, Top-Sound und Top-Songs. Schlagerherz, was willst du mehr?
6. September, 20 Uhr, Theaterbühne: Die Spider Murphy Gang will mit ihrem Unplugged-Konzert zeigen, dass sie keine schlichte Popband ist. Dabei beginnt ihre Spurensuche bei den Anfängen des 20. Jahrhunderts und harmoniert mit manch eigenem Hit ihrer Bandgeschichte. Man findet daher nicht nur die altbewährten Lieder der Spiders, sondern auch Elvis, Chuck Berry, Hank Williams sowie auch Canned Heat oder Rocco Granata. Das ist außergewöhnlich für die SMG, da sie doch ihren Ursprung als traditionelle und puristische Rock’n’Roll-Band hatte.
7. September, 19 Uhr, Zeltbühne: Voltbeat aus Zweibrücken im Saar-Pfalz-Kreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die energiegeladene Show ihrer dänischen Vorbilder mit einem authentischen Live-Sound von der Bühne ins Publikum zu transportieren. Die Fans des Originals sollen dabei voll auf ihre Kosten kommen. Die Stimme sei zum Verwechseln ähnlich, die Sounds und das Temperament jedes einzelnen Bandmitglieds lägen „bestechend nah am Original“.
8. September, 18 Uhr, Theaterbühne: Conny und die Sonntagsfahrer sind bekannt für ihre musikalischen Zeitreisen in die Wirtschaftswunderjahre. Authentisch präsentieren sie die unvergesslichen Schlager von Peter Alexander bis Freddy Quinn, Caterina Valente und vielen Weiteren verpackt in wunderbare Geschichten rund um diese Zeit. Ihr neues Programm „Musik liegt in der Luft" nimmt das Publikum mit auf eine nostalgische Reise in die Welt des Fernsehens der 50er und 60er Jahre - eine Zeit als das Fernsehen noch in schwarz-weiß erstrahlte und die ganze Familie an den Samstagabenden gebannt vor der Mattscheibe saß.
8. September, 19.30Uhr, Zeltbühne: Werner Schmidbauer ist wieder solo unterwegs, mit brandneuen Songs, aber auch mit vielen alten Herzensliedern, um mit seinem Publikum nahe, persönliche, aber auch und vor allem mutmachende, verbindende und lustige Konzertabende zu verbringen. Denn er ist laut Eigenwerbung „wie immer wild entschlossen“, jeden einzelnen Abend zu genießen. Denn: „Mia san oans.“





