Stefan Beer ist neuer Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neunburg

Noch vor der Jahresversammlung am 27. Januar haben die Aktiven der Feuerwehr Neunburg in einer Dienstversammlung die Führungsspitze neu besetzt. Dabei vollzog sich ein Generationswechsel: Nach drei Amtsperioden machte Bernhard Käsbauer den Weg für Stefan Beer als neuen Kommandanten frei. Zu dessen Stellvertreter wählte die Mannschaft Georg Schmid Junior.
Allein schon an der Teilnehmerzahl bei der Dienstversammlung am Samstag vor Silvester wurde der Zusammenhalt deutlich. 58 der 73 Aktiven nahmen teil. In seinen einleitenden Worten erinnerte Bürgermeister Martin Birner (CSU) daran, dass die Dienstzeit der beiden Kommandanten offiziell am 14. Januar enden werde. Um so mehr begrüßte er die Initative, die Wahl rechtzeitig anzusetzen. So bestehe für den Stadtrat noch die Möglichkeit, die Gewählten in ihren Ämtern zu bestätigen. Kurz nannte er die Voraussetzungen, die ein Kommandant erfüllen müsse. Ebenso erläuterte er den Wahlmodus. Die Mannschaft hatte keine Einwände gegen den Wahlausschuss, besetzt mit dem Bürgermeister als Vorsitzendem sowie Vereinsvorstand und Stadtrat Georg Schmid Senior und dem Feuerbeauftragten Harald Klatzka, ebenfalls Stadtrat.
Käsbauer machte Weg frei
Der amtierende Kommandant Bernhard Käsbauer schlug seinen bisherigen Stellvertreter Stefan Beer und im Anschluss Georg Schmid Junior als dessen Stellvertreter vor. Beide, so Käsbauer, hätten bereits alle notwendigen Lehrgänge absolviert und sich schon häufiger in der Führung bei Einsätzen bewährt. In den getrennt durchgeführten, geheimen Wahlgängen erzielten sie die volle Anzahl an „Ja-Stimmen“ bei jeweils einer Enthaltung. Sie erklärten ihre Bereitschaft die Wahl anzunehmen und bedankten sich für das Vertrauen.
Stefan Beer hatte das Amt des stellvertretenden Kommandanten erst vor zwei Jahren angetreten, als sein Vorgänger, Reinhold Stangl die Nachfolge von Ferdinand Duscher als Kreisbrandmeister übernommen hatte. Stangl gehörte auch gleich zu den ersten Gratulanten des neuen Führungsduos.
Der Bürgermeister bedankte sich für den reibungslosen Wahlablauf, insbesondere aber bei Käsbauer für seine 18-jährige Tätigkeit als Kommandant und seine sechs Jahre Dienst als Stellvertreter. Er habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Wehr nicht nur in fachlicher Hinsicht auf hohem Niveau stehe, sondern es auch im zwischenmenschlichen Bereich stimme. Er sei immer ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele, der durch seine Art vieles ermöglicht habe.
Vorsitzender Georg Schmid wollte der offiziellen Verabschiedung von Käsbauer, die in der Jahresversammlung stattfindet, nicht vorgreifen. Dennoch erinnerte er an die jährlich 150 bis 170 Einsätze und die vielen Herausforderungen. Beispielhaft verwies er auf den Brand des Mehrfamilienhauses in der Amberger Straße, wo es um die Rettung mehrerer Menschen ging. Schneebrüche und Hochwasserereignisse galt es ebenfalls zu meistern. Kurz listete Schmid die wichtigsten Stationen Käsbauers auf, vom Eintritt in die Jugendfeuerwehr 1985 bis zur ersten Kommandantenwahl 2006.
Zusammenhalt war wichtig
Stets habe er als „Motor angeschoben“ – und das immer professional und tatkräftig. Nicht unerwähnt ließ Schmid die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft während der Corona-Zeit. Der scheidende Kommandant bedankte sich seinerseits für die lobenden Worte. Wichtig war ihm vor allem die Feststellung: „Ich war das alles nicht alleine – das waren wir alle miteinander.“