Vom Skateboard-Pionier bis zur Komponistin: 2023 brachte außergewöhnliche Talente hervor

Ein Marathonläufer, ein Skateboard-Pionier, eine ausgezeichnete Komponistin und ein Mal-Anfänger, der international durchstartet: 2023 brachte viele außergewöhnliche Talente aus den Gemeinden Berching, Breitenbrunn, Beilngries und Dietfurt hervor.
• Gerhard Gattenmeyer: Der Pferdehalter aus Höttingen joggte mitten in der Nacht bei Eiseskälte rund 40 Kilometer, um am frühen Morgen auf dem Rossmarkt in Berching anzukommen. Etwa sechs Stunden hat der damals 64-Jährige dafür im Februar mit drei weiteren Marathonläufern, einem Hund und zwei Pferden von der mittelfränkischen Gemeinde im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gebraucht. Warum er sich das antut? „Weil der Sonnenaufgang gigantisch ist“, sagt eine seiner Begleiterinnen. Und, weil Gattenmeyer 1984 mit dieser verrückten Idee angefangen hat und sie weiterführen möchte, solange es geht.
• KarlHeinz Magnus: Der Skateboard-Pionier aus Breitenbrunn gründete vor 50 Jahren den Dachverband Deutscher Skateboarder und legte damit den Grundstein für Skateboard-Welle in Deutschland. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Sportart besuchte ein vierköpfiges Filmteam der ARD Magnus in Breitenbrunn und drehte eine dreiteilige Dokumentation über die Geschichte des Skateboard-Fahrens in der Bundesrepublik.
• Alexandra Bayerlein: Die 14-jährige Schützin des SV Almberg Irfersdorf feierte im August zwei große Erfolge. Die Jungschützin sicherte sich jeweils den Vizetitel bei den Deutschen Meisterschaften in der Einzel- und in der Mannschaftswertung im Schüler Luftgewehr Dreistellungskampf.
• Tom Müller: Der Erasbacher hat erst vor Monaten das Malen für sich entdeckt – und prompt sorgte er im September für Aufsehen. Der Mal-Anfänger feierte sein „persönliches Wunder“, nachdem er informiert worden war, dass seine Bilder nun international zu bestaunen sind. Denn die Bilder, die Tom Müller in einer Meditation in den Sinn gekommen waren, sind auf der Swiss Art Expo in Zürich zu sehen. Die Kunstmesse hat sich nach eigenen Angaben zu einem wichtigen Schweizer Marktplatz für neue und moderne Kunst entwickelt, auf der internationale Galerien und Künstler aktuelle Positionen der Gegenwartskunst präsentieren. Neben der Schweiz sollen Müllers Werke auch in Miami gezeigt werden.
• Peter Wilhelm: Dem Obermeister der Kaminkehrer-Innung und Leiter der Kaminkehrerschule in Mühlbach wurde im April eine besondere Ehre zuteil: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreichte Peter Wilhelm im Festsaal des Ministeriums die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft. Die Medaille ist die höchste Auszeichnung des Freistaats. Maximal 25 Menschen werden pro Jahr damit gewürdigt. In der Laudatio lobte Aiwanger den Kaminkehrermeister für seine Arbeit. Wilhelm gelte als Vorreiter für die flächendeckende Ausbildung der Kaminkehrer zum Energieberater.
• Marie Huml und Ida Meyer: Die Volksfestköniginnen aus Dietfurt (Huml) und Beilngries (Meyer) haben die Regentschaft übernommen. Die 22-jährige Sieben-Täler-Königin kommt aus Töging und ist in der dortigen Kolpingjugend aktiv. Zudem ist sie Teil der Kegelgemeinschaft Dietfurt-Töging und spielt gerne Theater. Die 17-jährige Ida Meyer bereitet sich am Gymnasium Beilngries auf ihr Abitur vor. In ihrer Freizeit spielt sie Querflöte und Saxophon. Berching verzichtet auf eine offizielle Volksfestkönigin, hatte 2023 dafür aber mit Carina Meyer und Sofia Huber zwei Fotomodels, die die Plakate geschmückt haben.
• Sara und Martin Schneider: Das Ehepaar errichtet eine eigene Staudengärtnerei in Wallnsdorf. Sara Schneider erfüllt sich damit einen Traum und wagt im Alter von Mitte 20 den Schritt in die Selbstständigkeit. Im Zentrum der Staudengärtnerei soll das rund 3000 Quadratmeter große Topfquartier stehen. Dort werden die Stauden unter freiem Himmel aneinandergereiht, gedüngt und gewässert, bis sie groß genug sind, verkauft zu werden. Bis die ersten Kunden Stauden erwerben können, dauert es aber noch. Sara Schneiders Wunsch wäre es, die Staudengärtnerei 2024 zu eröffnen. Ob das klappt, ist noch ungewiss.
• Carolin Luber: Mit 24 Jahren an der Spitze von rund 95 Musikern – das macht Carolin Luber zu einer Frau des Jahres. Die Pollantenerin hat im Mai den Vorsitz des Symphonischen Blasorchester Berching von Stefan Kleinod übernommen. Mit den Herbst- und Adventskonzerten feierte Luber in diesem Jahr ihren Einstand als Vorsitzende.
• Stephanie und Michael Zink: Das Ehepaar aus Waldkirchen in Seubersdorf saniert in der Berchinger Altstadt das denkmalgeschützte Gebäude, das den Einheimischen unter dem Namen Engelwirt bekannt ist. In dem zuvor jahrelang leerstehenden Ensemble entstehen 14 Ferienwohnungen und ein Regionalladen, in dem Berchinger einkaufen können. Zudem soll der Innenhof allen Bürgern als Ort zum Verweilen offen stehen. Bis es soweit ist, dauert es noch etwas – auch wenn die Arbeiten in den vergangenen Monaten gut vorangeschritten sind. „Wir werden im Frühjahr 2024 die ersten Gäste in den beiden denkmalgeschützten Häusern empfangen können“, teilt Stephanie Zink mit.
• Thomas Feyrer: Der Fachinformatiker hat seinen Holz-Feuer-Shop in der Oberen Kanalstraße in Berching aufgesperrt. Dort vertreibt er Bausätze für Holzbacköfen, die sich Kunden im eigenen Garten zusammenbauen, um danach Pizza, Brot, Flammkuchen und Co. darin zuzubereiten.
• Katrin Schweiger: Die Dietfurterin schafft es zum zweiten Mal in Folge in den Jahresrückblick. Nachdem die Musikerin und Komponistin im Sommer 2022 ihre neue Single „Verliebt“ veröffentlicht hatte, listete unsere Zeitung Katrin Schweiger als eine der Frauen des Jahres 2022. Nun kommt man auch in diesem Jahr nicht um sie herum. Denn Schweiger erhielt heuer bei der Verleihung des Deutschen Musical Theater Preises in Berlin einen Sonderpreis für ihre Komposition des Kindermusicals „Das fliegende Klassenzimmer“. Die Hauskomponistin am Salzburger Landestheater arbeitet bereits am nächsten Musical, diesmal für Erwachsene. „Der Lauf des Lebens“, in dem es um die Karriere eines Profisportlers geht, feiert am 3. Februar Premiere in Österreich.



