Serkan Yavuz im Interview: Was der Reality-Star an Regensburg vermissen wird

2023 war für Serkan Yavuz (30) ein Top-Jahr: Im Reality-TV räumte er zahlreiche Siege ab, im August heiratete er seine Samira in der Altstadt von Regensburg. Nun blickt er im Interview zurück und spricht über Fans, Hater, seinen baldigen Umzug und über seine geplante Kinderschar.
War 2023 ein gutes Jahr für Sie?
Serkan Yavuz: Ja, mein erfolgreichstes Jahr, ich hätte es mir nicht schöner erträumen können!
Gab es ein Highlight?
Yavuz: Boah, Highlights gab es so viele. Aber auf jeden Fall die Siege bei „Kampf der Realitystars“ und beim „Sommerhaus“ mit Samira an meiner Seite.
Finanziell war das Jahr auch sicher nicht schlecht, oder?
Yavuz: Ja klar, das ist ja kein Geheimnis. Zu den Preisgeldern von 40000 und 50.000 Euro kamen Gagen hinzu, Instagram, neue Werbepartner, eine Vertragsverlängerung meines Podcasts,… Ich kann nicht klagen, sagen wir’s mal so.
Bachelor Serkan ist beliebt bei den Fans
Bei dem Erfolg, wird man da inzwischen überall auf der Straße erkannt?
Yavuz: Ja, auch in Regensburg. Wenn ich in die Stadt gehe, komme ich nicht drum rum, Fotos mit Fans zu machen. Aber ich beklage mich nicht, ich liebe das. Ohne diese Leute wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.
Ist das nicht manchmal nervig?
Yavuz: Mich kann jeder ansprechen, ich beiß nicht. Also vielleicht nicht beim Essen, wenn ich den Mund voll habe, haha.
Im August heirateten Sie und Samira im Alten Rathaus standesamtlich. Kamen da Fans?
Yavuz: Ne, das haben wir geheim gehalten. Man weiß ja nie... Also um Gottes Willen, ich bin nicht George Clooney. Oder Christiano Ronaldo, dass da Menschenmassen kämen. Aber wir wollten es in der Familie halten, und danach entspannt essen gehen.
Und jetzt: Prunk-Hochzeit in Regensburg? Oder auf den Bahamas? Oder live im TV?
Yavuz: Ja, da muss ich gar nicht groß überlegen. Samira und ich leben in der Öffentlichkeit. RTL würde unsere Hochzeit sowieso auf „Punkt 12“ bringen, dann kann auch gleich ein Kamerateam dabei sein. Wenn wir mal eine zweite, dritte, vierte Tochter haben, können sie alle diese Erinnerungen wie in einem Tagebuch anschauen. Ich finde das einfach schön.
Oha, ist das schon eine konkrete Planung mit dem dritten, vierten, fünften Kind?
Yavuz: Ne, also wir wollen natürlich ein zweites Kind und wir haben da jetzt keinen Riegel vorgeschoben, wie viele es werden. Was kommt, das kommt.
Unbeeindruckt vom Streit der Realitystars
Apropos Tochter: Bei Reality-Shows geht es oft heiß her, da fliegen schon mal Beleidigungen über die Familie. Nehmen Sie das persönlich?
Yavuz: Ich nehme da nichts persönlich. Klar, wenn es um meine Tochter geht, dann reagier ich giftiger, aber sonst ist mir das komplett Lachs. Es sind für mich reine Unterhaltungssendungen. Manche können aber nicht differenzieren, weil sie so in dieser Reality-Welt drinstecken und nicht mehr rauskommen. Aber ich habe mein eigenes Leben. Auch wenn ich bei den Shows Spaß habe, ist es halt irgendwo einfach ein Job.
Schlechte Nachricht für Regensburger Fans: Im Januar ziehen Sie weg, nach Dachau.
Yavuz: Genau. Samira kommt ursprünglich aus München und Dachau ist von ihrer Mama zehn Minuten entfernt. Von Regensburg aus war es manchmal schwierig für sie. Und für mich ist es kein Problem, ins Auto zu steigen und eine Stunde nach Regensburg zu fahren.
Okay, aber Regensburg ist ja Ihre Heimatstadt. Glauben Sie, es wird schwer, wegzuziehen?
Yavuz: Ne. Ich liebe es, Neues zu erleben – ob der nächste Schritt Dachau oder Dubai gewesen wäre. Jetzt ist es eben Dachau. Aber Regensburg wird immer ein Teil von mir sein, immer mein Heimatort.
Was werden Sie am meisten an Regensburg vermissen?
Yavuz: Ich mag, dass Regensburg so groß ist, aber trotzdem ein Dorf. Wenn ich mit meiner Tochter ins DEZ gehe und sehe: Da läuft immer noch dieselbe Kinder-Eisenbahn und ich weiß: Da bin ich selber als Kind dringesessen. Solche Sachen werde ich bestimmt mal vermissen.
Wie war Ihr Leben eigentlich vor der TV-Karriere?
Yavuz: Ich habe in Regensburg jahrelang als Dachdecker gearbeitet und habe viele Berufe ausprobiert, von Kellner bis Hausmeister...
Nicht lange, habe ich gehört...
Yavuz: Ja, einmal habe ich in Regensburg als Hausmeister in einem Pflegeheim angefangen. Das war katholisch geführt und ich bin halt muslimisch. Als das nach einem Tag rauskam, haben die dann gesagt: Das lässt sich nicht vereinbaren. Und ich so: Okay, alles klar, dann bin ich halt dann mal wieder weg.
Zum Schluss: Was können die Fans 2024 erwarten?
Yavuz: Es sind coole Sachen abgedreht, auf die ich sehr stolz bin. Sachen, an die normale Reality-Leute gar nicht rankommen. Ich will 2024 natürlich 2023 noch toppen.
Das Interview führte Daniel Pfeifer