Bergs Bürgermeister Peter Bergler sieht optimistisch ins neue Jahr

Bei der Jahresschlusssitzung des Gemeinderats fanden Bürgermeister Peter Bergler und die Fraktionssprecher nicht nur erfreuliche, sondern auch nachdenkliche Worte. Trotz Kriegen, Preisexplosionen, Energiekrise, Lieferengpässen und Inflation zog Bergler für Berg eine positive Bilanz. „Die Kommune befindet sich durch umsichtiges Handeln in der Vergangenheit noch in einer guten Ausgangsposition.“ Gleichwohl seien verantwortungsvolles Wirtschaften und Sparen auch in Zukunft angesagt.
Projekte, besonders für die Kinderbetreuung seien 2023 angestoßen worden und befänden sich derzeit im Bau. Bergler hob die zweigruppige Kindertagesstätte in Stöckelsberg und den sechsgruppigen Kinderhort in Berg hervor. Sie sollen im September 2024 in Betrieb gehen. Bereits in Betrieb gegangen ist im September der Waldkindergarten in Großwiesenhof. Voraussichtlich im April soll die Verwaltung in den An- und Umbau des Rathauses auf dem Sophie-Scholl-Platz ziehen, der ein weiteres großes Hochbau-Projekt sei.
Weitere große Investitionen stünden an – insbesondere im Bereich der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung, für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Hausheim, zählte der Bürgermeister auf. Mit der Erweiterung des Gewerbegebiets Meilenhofen-Ost soll vor allem örtlichen Betrieben Erweiterungsflächen bereitgestellt werden. Die Erschließungsarbeiten für das rund 2,8 Hektar große Areal wurden vor einigen Wochen beendet.
„Für Kommunen wird es durch Entscheidungen der großen Politik immer schwerer, in die Infrastruktur zu investieren bzw. diese zu pflegen und zu unterhalten“, sagte Bergler. Trotzdem seien der geplante Haushalt für 2024 sowie die Einnahmen 2023 stabil. Die Kommune sei handlungsfähig – auch Dank der Gewerbesteuereinnahmen und dem Einkommenssteueranteil.
„Wir sind alle gefordert, unsere Einnahmenseite wetterfest zu gestalten, um weiter handlungsfähig zu bleiben“, sagte Bergler. Die Investitionen in Hoch- und Tiefbau wären nicht möglich ohne entsprechende Steuereinnahmen. Deshalb bedankte er sic bei allen Gewerbetreibenden, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen kontinuierlich zur finanziellen Stärke der Gemeinde Berg beitragen.
Eine kleine Diskussion gab es zur Ortsumgehung Berg, da die Gegner derzeit Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammeln. Seit die Diskussion 2006 begonnen habe, habe der Berger Gemeinderat mehrmals mit großer Mehrheit für den Bau der Umgehungsstraße gestimmt.
„Wir werden von Jahr zu Jahr von der Straßenbauverwaltung in Regensburg vertröstet, 12 000 Autos am Tag auf der Staatsstraße 2240 sind genug“, bemerkte ein gewählter Volksvertreter. „Wenn wir jetzt die Umgehung nicht wollen, müssen wir die nächsten 50 Jahre mit einem immer stärker werdenden Verkehr leben. Sind die Diskussionen und die Arbeit in dieser Sache in den zurückliegenden 17 Jahren für die Katz gewesen und sollen jetzt gekippt werden?“, fragte Bergler. „Mit Tatendrang und neuen Ideen wollen wir auch im kommenden Jahr hieran anknüpfen“, sagte Bergler.
Fünf Musiker der Bläsersinfonie Berg umrahmten die feierliche Sitzung des Gemeinderats samt einer Bilderpräsentation musikalisch. Dem folgten außerdem Dankesworte der Fraktionssprecher Hans Bogner (FWG), Karin Zaschka (SPD), Stefan Haas (Bündnis 90/Die Grünen), Hans Fürst (LBG) sowie Susanne Hierl (CSU).