Nach Berlin zum Schirmherrn-Bitten: FF Krondorf-Richt trägt MdB ein wichtiges Amt an

Es war kein alltägliches Erbitten einer Ehrenschirmherrschaft der FF Krondorf-Richt. Zwar ist MdB Martina Englhardt-Kopf (CSU) Mitglied der Wehr, dennoch gingen die Verantwortlichen nicht einfach nach Irlaching und klingelten dort an der Tür.
Stattdessen charterte man einen Reisebus, belud diesen mit den notwendigen Utensilien wie den Uniformen, der Fahne, einem Fass Bier und den entsprechenden Gläsern und schlug den Weg in die Bundeshauptstadt ein.
Fass Naabecker angezapft
Rund 30Männer und Frauen der FFKrondorf-Richt kamen am Samstagnachmittag dann in Berlin an, marschierten sofort durch das Brandenburger Tor und bauten eine Biergarnitur auf. Dort war es Englhardt-Kopf, die mit drei Schlägen das Fass Naabecker anstach. Ein einheimischer Straßenmusiker bemerkte dies und stimmte auf seinem Akkordeon sofort bayerische Töne an, sodass die Delegation aus der Oberpfalz und einige Passanten freudig in den Gesang einstimmten.
Dann stand ein Besuch des Reichstagsgebäudes an, und hier passierte in der Tat Historisches: Noch nie hat es eine Besuchergruppe geschafft, eine rund drei Meter lange Fahne samt Mast durch die Sicherheitsschleuse zu bekommen. So staunten die Mitarbeiter im Bundestag nicht schlecht, als die Feuerwehrler in voller Montur und mit Fahne durch das Hohe Haus schritten.
Am Fuße der Reichstagskuppel erbaten Stefan Schenk und Johann Kiener zusammen mit den Festdamen und ihren Kameraden schließlich von Martina Englhardt-Kopf die Ehrenschirmherrschaft zu ihrem großen 150. Jubiläumsfest im kommenden Jahr. Die Abgeordnete freute sich darüber sehr und sagte der Bitte umgehend zu. Auch der Schirmherr, Oberbürgermeister Andreas Feller, war zugegen und begleitete die Zeremonie. Englhardt-Kopf sagte: „Es ist mir als langjährigem Mitglied natürlich eine große Ehre, die Ehrenschirmherrschaft zu übernehmen, und ich bin wirklich begeistert davon, wie viel Aufwand die Kameraden hier auf sich genommen haben.“
Der Vorstand der FF Krondorf-Richt, Stefan Schenk, nannte die Reise einen vollen Erfolg: „Das hat vom Verkehr und auch vom Wetter her super gepasst, die Organisation auch hier in Berlin war hervorragend, und entsprechend gut ist die Stimmung in der Truppe.“
Fast so schön wie die Kugel
Im Anschluss durfte die Begehung der Reichstagskuppel natürlich nicht fehlen, wobei viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr freilich einen direkten Vergleich zu der ähnlich konstruierten begehbaren Holzkugel am Steinberger See zogen. Nach einem deftigen Abendessen erkundeten die Ehrenamtler noch die Bundeshauptstadt und ihr Nachtleben. Bleibende Eindrücke der Fahrt waren am Ende auf beiden Seiten gewiss – sowohl bei den Reisenden aus der Mittleren Oberpfalz als auch beim Personal im Berliner Reichstagsgebäude.