Werden in Neustadt künftig private Dienstleister für den Winterdienst eingesetzt?

Von Jochen Dannenberg · 16. Dezember 2023 um 11:00

Die weiße Pracht währte nur wenige Tage, doch zeigte sie, wie schnell der Winterdienst an seine Grenzen kommt. Stadtrat Roland Artinger (SPD) hat dazu eine Idee.

Die Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochabend war schon fast vorbei, die großen Themen waren ausdiskutiert, als sich Roland Artinger zu Wort meldete. Der Anlass: Am Montag voriger Woche, als überall noch Schnee lag, war ein Lkw mit Baustahl in der Leprosenstraße stecken geblieben.

Lkw steckte auf glatter Fahrbahn fest

Die Straßenoberfläche war glatt, da genügte das leichte Gefälle der Leprosenstraße, so dass der Lastwagen, der eigentlich in die benachbarte Krankenhausstraße wollte, fest hing. Auf der glatten Oberfläche griffen die Reifen nicht mehr.

Hinter dem „König der Landstraße“ stauten sich unterdessen weitere Fahrzeuge. Anwohner und Besucher des nahen Altenheims St. Josef wollten nach Hause, doch der „Lindwurm“ aus Krankenhausstraße, Fröhlichstraße und Leprosenstraße war zur Falle geworden. Erst als Nachbarn mit Sand die Fahrbahn streuten, konnte der Lkw-Fahrer seine Fahrt fortsetzen und sich der Stau auflösen.

Stadtrat Artinger sah die Situation pragmatisch. „Das kann der Winterdienst gar nicht leisten, wenn es plötzlich zu schneien beginnt.“ Deshalb fragt er jetzt im Ausschuss: „Sollte man nicht auch auf externe Kräfte zurückgreifen?“

Bürgermeister Thomas Memmel (CSU) hatte noch in den Bürgerversammlungen darauf hingewiesen, dass die Bürger unter Umständen mit Einschränkungen beim Winterdienst rechnen müssten. In Anbetracht der Schilderung Artingers signalisierte er jedoch, dass auch er den Einsatz privater Dienstleister nachdenken will.