Westumfahrung Wenzenbach: Eine 56 Meter lange Brücke entsteht

Der erste Brücken- Widerlager steht bereits, das zweite ist gerade in der Entstehung. So rollten am Mittwoch 40 Mischer-Fahrzeuge heran, um den Beton an die Baustelle nahe des neuen Verkehrskreisels bei Wenzenbach zu liefern.
Dies geschah, weil nun auch das zweite Widerlager betoniert wird und so die Brücke für die neue Westumgehung Stück für Stück Form annimmt. Während der Kreisel, der an die Westumfahrung angeschlossen werden soll, bereits fertig ist, sind die Arbeiten für die neue Verbindung nach Roith voll im Gang. Ein Schild am Kreisel weist bereits darauf hin, dass der Weg von dort aus künftig nach Roith führen wird, noch aber ist der entsprechende Schriftzug verdeckt.
Wie Bürgermeister Sebastian Koch bei einem Ortstermin betonte, verspricht sich die Gemeinde von der Westumfahrung eine Verkehrs-Entlastung von täglich mindestens 1400 Fahrzeugen. Entlastet werden soll die Unterlindhofstraße, die nach Auffassung der Gemeinde den künftigen Verkehr zwischen Roith und Wenzenbach nicht mehr tragen kann. So sollen nahe der Westumfahrung eine Wohnbausiedlung und ein Nahversorgungszentrum mit drei Einzelhändlern entstehen und der Verkehr aus dem zentralen Ortsgebiet herausgenommen werden. Neben dem Edeka-Markt Dirnberger, der dorthin umzieht, sind auch eine Aldi- und eine Rossmann-Filiale geplant. Um die Nahversorgung im Ortszentrum weiter zu gewährleisten, werde die Edeka-Filiale im Ortszentrum für die nachfolgenden Jahre in abgespeckter Version bestehen bleiben. Nach jetzigem Stand geht Bürgermeister Koch davon aus, dass Nahversorgungszentrum und Wohnsiedlung bis spätestens Frühjahr 2027 fertig werden.
Auch die Zahlen für die Westumgehung sind bekannt. .Laut Zeitplan ist die Fertigstellung für Ende September 2024 vorgesehen. Baubeginn war im Sommer 2022, rund 10,8 Millionen Euro kostet das Projekt insgesamt. Während die Westumfahrung 825 Meter lang werden soll, beläuft sich die Länge der Brücke auf 56 Meter. Sieben Meter soll sie hoch werden, rund 350 Kubikmeter Beton werden darin verbaut. In der Erde, so Bauingenieur Christian Kirchhöfer, tragen 42 rund 15 Meter tiefe Bohrpfeiler die Brückenkonstruktion.
Kirchhöfer zeichnet sich in der Gemeinde für den Tiefbau verantwortlich und begleitete den Ortstermin ebenso wie Wenzenbachs Geschäftsleiter Benjamin Leistner. Wie Leistner betonte, wird die Maßnahme vom Freistaat mit 5,13 Millionen Euro bezuschusst. Abgeschlossen sind die Erdbauarbeiten, die Abschnitte zwei (Straßenbau) und drei (Brückenbau) laufen parallel. Laut Kirchhöfer konnte die Frostschutzschicht für die neue Straße schon angebracht werden, auch die Fledermaus-Schutzwand für das angrenzende Biotop sei nun fertig.