Großer Ansturm beim Museumsadvent – Heimatverein gedachte dem heuer verstorbenen Vorsitzenden

Von Ralf Gohlke · 11. Dezember 2023 um 17:16

Wenn der Heimatverein zu einem besonderen Anlass in das Museum und auf den Rankl-Hof einlädt, lässt sich dazu niemand lange bitten. Trotz vieler ähnlicher Veranstaltungen zur Vorweihnachtszeit war der Neunburger Ortsteil am Sonntag erneut ein echter Anziehungspunkt.

Bereits zum 16.Mal ging der Seebarner Advent hier über die Bühne.

„Eigentlich wäre es sogar unser 18. Advent, aber Corona hat uns zweimal einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Monika Becher, die amtierende Vereinsvorsitzende , bei ihrer kurzen Ansprache zur Begrüßung.

Alles wurde mit viel Liebe vorbereitet

Dessen ungeachtet hätten die Beteiligten wieder ganz viel Liebe in die Vorbereitungen investiert, damit sich die Gäste wohlfühlen können. Das ganze Jahr über seien hier wieder sehr viele schöne Zusammenkünfte und Aktionen über die Bühne gegangen, die sowohl den zahlreichen Gästen als auch den Akteuren viel Freude bereitet hätten.

Mit bewegter Stimme erinnerte sie aber auch an das tragische Ereignis im März dieses Jahres, den plötzlichen Tod des Vorsitzenden und „Motors“ des Heimatvereins, Adolf Greiner. „Ich bin mir aber sicher: Er sitzt dort droben auf einer Wolke, lächelt wie immer und wacht dabei über uns“, meinte sie.

Bürgermeister Martin Birner sprach dem Verein erneut seine große Anerkennung für die Arbeit rund um das Museum und den Rankl-Hof aus. Wie in vielen Ortsteilen sei auch hier ein echter Zusammenhalt zugunsten der Dorfgemeinschaft spürbar. Insbesondere Brauchtum und Traditionen würden dadurch nicht nur bewahrt und aufrecht erhalten, sondern auch gepflegt. Er wünschte allen eine schöne Zeit, um etwas zur Ruhe zu kommen. Dies wäre besonders vor Weihnachten enorm wichtig.

Gleich im Anschluss setzte er sich in der Museums-Kuchl seine Kochmütze mit der Aufschrift „Bürger Meister Bäcker“ auf, die extra für ihn bereitgestellt wurde. Denn er half den Kindern beim Weihnachtsplätzchen backen. Alle bescheinigten ihm, „ordentlich gearbeitet“ zu haben. Das Ergebnis war zumindest lecker.

In den Museumsräumen gab es viel zu sehen und natürlich auch zu erwerben, von weihnachtlicher Dekoration bis zu tollen Geschenkideen. Die Seebarner Ministranten hatten zum Beispiel sehr schöne, filigrane Papiersterne gebastelt. Ganz in Sinne der Nachhaltigkeit hatten sie dazu Seiten aus ausrangierten Gottes-Lob-Messbüchern verwendet. Das größte Interesse fanden natürlich die Stände mit wärmenden Getränken und Speisen. Von Glühwein bis zum „Rüdesheimer Kaffee“ wurde einiges angeboten.

Die lebende Krippe, die winterliche Modell-Eisenbahn und der Carrera-Cup waren sehr beliebt

Bereits zum Auftakt hatte die Blaskapelle Seebarn den Adventsnachmittag „angeblasen“. Selbstverständlich wurden auch der Nikolaus und sein Krampus musikalisch willkommen geheißen. Beide hatten dann viel zu tun, um den jüngeren Besuchern eine kleine Freude zu bereiten.

Zum Programm gehörten erneut eine lebende Krippe und ein Besuch der ganzjährig winterlich gestalteten Modelleisenbahn sowie die Austragung des „Carrera-Cups“ auf der museumseigenen Miniaturrennbahn. Das überraschende Tauwetter sorgte für ein wenig Matsch, was aber niemanden wirklich störte.

Dekorationsartikel bildeten den Schwerpunkt des Angebots der Händler.
Bürgermeister Martin Birner half den Kindern beim Plätzchenbacken. Die amtierende Vorsitzende Monika Becher (2. v. r.) probierte schon mal das Ergebnis.
Die Seebarner Blasmusik unterhielt die Gäste mit weihnachtlichen Stücken.