Neues Lokal in Beratzhausen: So will Daniel Hieninger am Sportplatz überzeugen

Von Ingrid Kroboth · 11. Dezember 2023 um 12:00

Gemütlich sitzen, gut essen – was will man mehr? Freilich, eine angenehme Atmosphäre, freundliche Bedienung, gesellige Unterhaltung gehören auch zu einem befriedigenden Wirtshausbesuch. All das will seit ein paar Wochen „da Hieninger“ (bisher „Abseits“) am Sportplatz in Beratzhausen (Landkreis Regensburg) bieten.

Daniel Hieninger hat die als Sportgaststätte bekannte Wirtschaft zwischen den Fußballfeldern zum 1. November übernommen. Sein erklärtes Ziel: Bayerische Gastlichkeit für Jung und Alt, in wohliger Runde, bei festlichen Events, Großveranstaltungen, Vereinsfesten. Immerhin finden im Gastraum samt Nebenzimmer mindestens 120 Personen locker Platz. Für die Marktgemeinde allemal ein Gewinn, denn von den einst gut einem Dutzend Gasthäuser im Ort sind nicht mehr viele übrig.

Daniel Hieniger: Vom Autoverkäufer zum Gastronom

Nachdem sich Ende September der bisherige „Abseits“-Wirt nach nur einem Jahr wieder verabschiedet hatte, machte sich der Sportverein TSV auf die Suche nach einem neuen Pächter für die im wahren Sinn des Wortes „aufgemöbelte“, in Küche und Thekenraum modern ausgestattete Gaststätte am Sportplatz. Wie nun der neue Vereinsvorsitzende Erich Spangler im Gespräch mit der MZ erzählte, habe er sich an ein zurückliegendes Gespräch mit Daniel Hieninger erinnert, dessen Traum es gewesen sei, ein gemütliches Wirtshaus im alten Stil mit regionalem Angebot zu betreiben.

Genau diesen Traum will „da Hieninger“ nun für seine Gäste verwirklichen. Der mit seiner Familie in Edlhausen lebende Gastronom ist sozusagen im Wirtshaus aufgewachsen: Die Großeltern führten eine Sportgaststätte in Roding. Und da hat der bisherige Autoverkäufer auch die Grundzüge seiner großen Leidenschaft gelernt: „Ich hab immer mit der Oma gekocht.“ Heute kocht Daniel Hieninger ganz eigenständig. In Beratzhausen will er mit Pulled-Pork-Burger punkten, aber neben bayerischer Küche auch vegetarische und vegane Speisen anbieten. „Aber die Karte bleibt klein, passt auf eine Din-A4-Seite“, sagt der Wirt. Er lege wert auf Regionalität der Produkte.

Die Geschäftspartner sind keine Unbekannten

Auch die Geschäftspartner kommen aus der Region: der „Hack“, sprich Lukas Hack aus Hohenschambach, von Beruf Brauer, ist zwar weiterhin mit seinem Food-Trailer unterwegs. Seine Zentrale, also seine Küche, befindet sich jetzt im TSV-Sportheim, beim Hieninger, wo dann auch gemeinsam gekocht wird. Der Dritte im Bund ist Michael Ferstl, der für das junge Unternehmen die Finanzen regeln soll.

Den Jungunternehmern ist wichtig, „alles aus einer Hand“ hinzubekommen, also neben der kulinarischen Versorgung auch die Technik zu beherrschen – etwa für Musikveranstaltungen. Geöffnet hat „da Hieninger“ immer freitags von 18 bis 0 Uhr und jeden Sonntag von 11.30 bis 18 Uhr mit durchgehend warmer Küche, nachmittags auch Kaffee und Kuchen.