Weihnachtsmärkte in Abensberg: Handwerkskunst wird hier groß geschrieben

Von Lucia Pirkl · 3. Dezember 2023 um 15:00

An den drei Märkten in Abensberg bieten Hobbykünstler und Handwerker ihre Waren an. Für Gäste gibt es viel zu entdecken.

Glühwein, heiße Maroni, Knacker mit allem: Christkindlmärkte gehen vor allem durch den Magen. Aber was wäre ein Markt ohne Verkaufsstände? In den drei Märkten in Abensberg, in der Turmweihnacht, beim Niklasmarkt und beim Hüttenzauber finden die Gäste viel Einzigartiges, das man anderswo wohlmöglich vergeblich sucht. Und auch viel Handwerkskunst ist hier zu finden. Renate Köglmeier aus Sinzing ist mit ihrem Mann schon zum zehnten Mal bei der Turmweihnacht mit dabei. Ihre Arbeiten aus Holz, vornehmlich weihnachtliche Motive, stellt sie mit ihrem Mann das ganze Jahr über her.

Sie verwenden nicht nur Holz aus der Heimat, sondern auch Olivenholz. „Nach Weihnachten fangen wir schon wieder mit den Sachen für das kommende Jahr an.“ An der Turmweihnacht liebt sie die schöne Kulisse, „es ist einfach ein schöner Markt“.

„Wir haben keine Chinaware“

In der Tiefgarage ein paar Meter weiter finden die Kunden Wollsocken, Trachtenjanker, goldene Hirsche, glitzernde Kugeln und viel Handwerkskunst. Es gibt viele „Wiederholungstäter“, die schon oft bei der Turmweihnacht mit ihrem Stand vertreten waren. Auch Helmut Werner von Geschenke Werner gehört dazu. Der Schmidmühlener war früher immer im Christkindlmarkt in Hexenagger mit dabei. An Abensberg mag er die Atmosphäre, aber auch, dass die Gäste keinen Eintritt zahlen müssen, „dann kommen sie auch mehrmals her“, ist er überzeugt. Das Geschäft sei aus einem Hobby heraus entstanden, „meine Frau und ich machen alles selbst, wir haben keine Chinaware“. Sehr beliebt sind seine beleuchteten Tannenbäume aus Holz oder auch die Herzen mit Sprüchen, die er ins Holz lasert. Seinen Stand in der Turmweihnacht will er gerne fortführen: „Wir sind sehr zufrieden. Und wenn wir auf einem Markt stehen, dann machen wir das langfristig.“

Unter die Standlbetreiber mischen sich aber auch immer wieder neue. Für Brigitte Cathcart beispielsweise ist es eine Premiere. „Ich war am Ostermarkt schon dabei, aber noch nie bei der Turmweihnacht.“ Die Kindergartenleiterin aus Hohenthann bei Rottenburg filzt leidenschaftlich gerne. Daraus entsteht pädagogisch wertvolles Spielzeug, was der Montessoripädagogin sehr wichtig ist. Die Bremer Stadtmusikanten, der skandinavische Weihnachtswichtel Tomte oder auch die Raupe Nimmersatt: Immer wieder sind es auch Kinderbuchklassiker, die sie als Inspiration für ihre Figuren nutzt. Auf ihrem Stand findet man unter anderem die Heilige Lucia, die Heiligen Drei Könige oder aber auch einen Hirten aus Schaf und Wichtel. Auch beim Filzen kann man ihr zusehen.

Viel Selbstgemachtes findet man auch beim Hüttenzauber auf dem Stadtplatz oder auf dem Niklasmarkt im Schlossgarten. Anhänger, gestrickte Socken, personalisierte Tassen, Plätzchen, bestickte Taschen oder Handtücher und viel Holzarbeit: Dass der Niklasmarkt heuer an drei Wochenenden einschließlich Donnerstag geöffnet hat, finden nicht nur die Gäste gut.

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So mancher Standlbetreiber, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal dabei war und dann an einem Wochenende ausloten wollte, ob sich das Ganze überhaupt lohnt, präsentiert seine Waren jetzt drei Wochenenden lang, so wie beispielsweise Manuela Schön aus Train, die vor Ort mit ihrer Stickmaschine Handtücher, Taschen und vieles mehr personalisiert. Handgemachtes bieten auch Michael Brunner aus Train und seine Tochter Christine. Der Spielwarenstand gehört seit vielen Jahren zum Niklasmarkt dazu.

Stammkunden schätzen die Perlensterne

Neben dem gekauften Spielzeug vornehmlich aus Holz stellt seine Firma, M und C Design Garderoben, Schwungtiere oder Elche aus Holz selbst her. Auch manch selbst gestricktes Tier finden die Kunden hier. Für seine Perlensterne kämen die Stammgäste im Übrigen jedes Jahr.

Drei Wochen Weihnachtszauber in Abensberg

Nikasmarkt/Hüttenzauber: bis 17. Dezember, jeweils donnerstags bis sonntags;

Öffnungszeiten: Donnerstag: 16 bis 21 Uhr, Freitag: 16 bis 22 Uhr, Samstag: 14 bis 22 Uhr und Sonntag: 14 bis 21 Uhr

Turmweihnacht: bis 22. Dezember; mittwochs bis sonntags, in der Vorweihnachtswoche bis Freitag; Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag: 14 bis 21 Uhr, Freitag: 14 bis 22 Uhr, Samstag: 12 bis 22 Uhr; Sonntag: 12 bis 21 Uhr

Michael Brunner und seine Tochter Christine haben unter anderem selbst gemachte Schwungtiere im Sortiment.
Helmut Werners Christbäume aus Holz sind der Renner.