Sicherheitswacht in Nittendorf: Bereit für die erste Streife

Die Polizei Nittendorf, in deren Zuständigkeitsbereich Hemau und Beratzhausen fallen, hatte seit einiger Zeit aktiv nach ehrenamtlichen Mitarbeitenden für den Aufbau einer Sicherheitswacht in beiden Kommunen gesucht. Kürzlich war es dann soweit, die ersten beiden Absolventen konnten nach bestandener Prüfung ihren Dienstausweis entgegennehmen.
Ein Plus an Sicherheit, Zivilcourage und Zusammenhalt in der Gesellschaft, das erhofft sich die bayerische Staatsregierung von der Bayerischen Sicherheitswacht. Das Pilotprojekt startete bereits 1994, der Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung der Polizei vor Ort in den Gemeinden ist aktueller denn je. Vermüllung oder Zerstörung von öffentlichem Eigentum sind längst nicht mehr nur Großstadtprobleme.
Die Polizei Nittendorf, in deren Zuständigkeitsbereich Hemau und Beratzhausen fallen, hatte seit einiger Zeit aktiv nach ehrenamtlichen Mitarbeitenden für den Aufbau einer Sicherheitswacht in beiden Kommunen gesucht.
Kürzlich war es dann soweit, die ersten beiden Absolventen konnten nach bestandener Prüfung ihren Dienstausweis entgegennehmen. Johann Ettmüller und Norbert Riedl werden voraussichtlich im Januar zur ersten Streife in Beratzhausen und Hemau antreten. Die beiden Hemauer durchliefen ein Auswahlverfahren und wurden schließlich in rund vierzig Unterrichtseinheiten auf ihre neue Aufgabe vorbereitet.
Wissen in Prüfung abgefragt
„Die Bewerber haben insgesamt vier Wochenenden in die Ausbildung investiert. Es wurde eine Vielfalt an Inhalten geschult, darunter Auftreten in der Öffentlichkeit, Kommunikation oder Erste Hilfe. Wichtig waren auch Themen wie Befugnisse, Eigensicherung und Strafrecht“, erklärt Polizeikommissar Andreas Härtl.
Im Prüfungsgespräch am 1. Dezember wurde das erworbene Wissen abgefragt. Beide Anwärter waren sehr gut vorbereitet. „Schön, dass die Sicherheitswacht zustande kommt. Das ist ein weiterer Baustein, um das Sicherheitsempfinden unserer Bürger zu stärken“, freut sich Hemaus Bürgermeister Herbert Tischhöfer.
Die Sicherheitswacht wird nun noch mit Dienstkleidung und Ausrüstung ausgestattet. Eingesetzt werden Ettmüller und Riedl dann nach Bedarf und eigener Verfügbarkeit an neuralgischen Punkten wie öffentlichen Parks oder Parkplätzen, Grillplätzen, Bädern, in größeren Wohnsiedlungen oder bei lokalen Veranstaltungen im öffentlichen Raum.
Durch ihre Anwesenheit soll zum einen das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung gestärkt werden, zum anderen erhofft sich die Polizei eine präventive Wirkung, was Störungen der Sicherheit und Ordnung anbelangt.
„Wir möchten Ansprechpartner und Vermittler für die Bevölkerung sein.“, sagt Ettmüller. In seinem Beruf als Mitarbeiter beim Bauhof hat er täglich viel mit Menschen zu tun und weiß, worauf es im Umgang ankommt. „Ich denke, wir können einiges bewirken, alleine dadurch, dass wir präsent sind.“, meint auch sein neuer Kollege Norbert Riedl. „Wir freuen uns, wenn es endlich losgeht und alleine, dass wir uns hierdurch kennengelernt haben, ist schon toll.“, so der Zahnarzt weiter.
Mit Herzblut bei der Sache
„Man hat schon während der Ausbildung gesehen, dass die beiden mit Herzblut bei der Sache sind.“, erklärt der erste Polizeihauptkommissar Andreas Niebler. Für die Zukunft wünscht er sich weitere Bewerber – sechs bis acht Mann soll die Sicherheitswacht perspektivisch stark sein.
Beratzhausens Bürgermeister Matthias Beer sieht dem Einsatz ebenfalls sehr positiv entgegen: „Vor allem freut mich, aus welcher Motivation heraus die neuen Kräfte ehrenamtlich für ihre Heimat tätig sind“, sagt er.