Wunsch von Radfahrern und Wanderern geht in Erfüllung: Brücke bei Marienthal kommt

Von Sieglinde Geipel · 4. Dezember 2023 um 12:00

Der 165 km lange Regental-Radweg führt von Regensburg auf flussnahen Radwegen bis nach Bayerisch Eisenstein. Zwischen Marienthal und Überfuhr müssen die Radler jedoch auf die vielbefahrene Staatsstraße 2149 ausweichen. Doch nun gibt es Hoffnung: Wenn alles planmäßig verläuft, könnte Ende 2026 die Brücke für Radler und Wanderer freigegeben werden.

Anlässlich eines Ortstermins in Marienthal informierte Baudirektor Tobias Bäumler vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach kürzlich die Bürgermeister Josef Schindler aus Regenstauf und Benjamin Boml aus Nittenau sowie die beiden CSU-Bundestagsabgeordneten Martina Engelhardt-Kopf und Peter Aumer über den Planungsstand der Radlbrücke.

Aus Richtung Regenstauf kommend soll am Ortsende von Marienthal eine Stahlbeton-Brücke mit 80 Meter Spannweite über den Regen gebaut werden. Es solle ein filigranes Bauwerk werden, erläuterte Bäumler.

Konstruktion benötigt schweres Baugerät

Auf der Marienthal-Seite werde die Brücke mit Betonpfeilern gehalten und auf der gegenüberliegenden Seite mit Stahlseilen. Diese Konstruktion benötigt schweres Baugerät. Bevor mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden kann, muss deshalb eine Zufahrtstraße angelegt werden. Dies soll im kommenden Jahr erfolgen, der Baubeginn der eigentlichen Brücke ist für 2025 geplant. Aumer ist zuversichtlich, dass, wenn alles gut läuft, die Brücke bereits Ende 2026 freigegeben werden kann.

Damit geht sowohl für Radfahrer und Wanderer, die das Regental erkunden wollen, als auch für den Tourismusverein Regental, Bürgermeister Josef Schindler und nicht zuletzt für den neuen Wirt des Traditionsgasthauses Marienthal ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

Wie Bäumler bei dem Ortstermin erklärte, stünden die Grundstücksverhandlungen nun unmittelbar vor dem Abschluss. Das seit 2003 bestehende Baurecht habe nach wie vor Gültigkeit. Es werde jetzt auf der Basis der damaligen Planung weitergearbeitet.

Neben dem Neubau der Brücke soll ein rund 3,50 Meter breiter asphaltierter neuer Weg bis Überfuhr entstehen. Über die dortige Regenbrücke können die Radler auf den alten Radweg zurückkehren.

Bürgermeister Josef Schindler freute sich sehr über diese Entwicklung. „Nun kann ich endlich die immer wieder gestellte Frage der Bürger, wann die Regenbrücke kommt, positiv beantworten.“ Es werde mit dieser Maßnahme nicht nur für die Tourenfahrer ein gefährlicher Lückenschluss beseitigt. Es entstehe auch ein neuer Rundwanderweg. Dieser könne am Sammelpunkt in Hirschling beginnen und linksseitig auf dem Wanderweg am Regen entlang bis zur Radlbrücke führen.

Viele neue Möglichkeiten

Hier kann man über die Brücke nach Marienthal fahren und von dort zurück nach Hirschling. Natürlich kann auch ein Stopp im Gasthof Marienthal zur Stärkung für die Rückfahrt eingelegt werden. Bisher sei dieser Rundweg nur in den Sommermonaten, wenn die Zille in Betrieb ist, möglich, wie der Wirt Armin Bauer berichtet.

Bürgermeister Boml hofft auch, dass damit auch bald wieder verschiedene Veranstaltungen des Theater- und Festspielvereins Nittenau wie zum Beispiel die beliebte Geisterwanderung, in Zusammenarbeit mit dem Gasthof Marienthal möglich sein werden.