Neuer Standort: Medienzentrum nimmt Betrieb in der KMK-Realschule in Schwandorf auf

Von Jan Lange · 28. November 2023 um 16:34

Das Medienzentrum des Landkreises Schwandorf hat seine Arbeit am neuen Standort aufgenommen. Bisher am Beruflichen Schulzentrum in der Glätzlstraße beheimatet, ist es nun in der Schwandorfer Konrad-Max-Kunz-Realschule zu finden.

Von den neuen Räumlichkeiten konnten sich am Montag die Mitglieder des Kreisausschusses für Schulen, Planung und Bau einen Eindruck verschaffen. Alexander Friedl, der Leiter des Medienzentrums, stellte den Kreisräten die Einrichtung in aller Kürze vor.

Man verstehe sich nun als Zentrum für digitales Lernen, erklärte Friedl. Das Medienzentrum hat sich nämlich nicht nur räumlich verändert, sondern auch konzeptionell neu aufgestellt.

Digitalisierung ist wichtiger

Ging es früher vorrangig darum, Filme und Geräte auszuleihen, spielt die Digitalisierung spätestens seit der Corona-Pandemie eine wichtige Rolle. Das wird auch anhand neuer Ausstattung deutlich, die auch mit Fördergeld aus dem Digitalpakt Schule angeschafft wurde. Das Medienzentrum verfügt jetzt unter anderem über 3D-Drucker, Virtual-Reality-Brillen, Tablets, Robotikbausätze, einen Green-Screen-Raum und sogar ein Tonstudio.

Zur Klientel gehören alle Kindereinrichtungen des Landkreises, vom Kindergarten über die Grund-, Mittel- und Realschulen bis hin zur Berufsschule. Auch Vereine könnten sich die entsprechenden Geräte bei Bedarf ausleihen, betonte Friedl. Hauptklientel seien aber die Schulen.

Künftig will das Medienzentrum auch Kitas stärker ansprechen. Filme und Medien für Kitas gehörten laut Friedl auch schon vor der Neukonzeptionierung zum Angebot. Sie seien aber nur selten ausgeliehen worden. Hin und wieder sei mal ein Beamer genutzt worden. Mit der Erweiterung um das Robotik-Angebot kann das Medienzentrum eine steigende Nachfrage von Kitas verzeichnen. Vor allem seit die Einrichtung das japanische Bildkartentheater habe, gebe es vermehrt Anfragen.

Trend zu mehr Präsentationsmöglichkeiten

Schulklassen oder Kita-Gruppen finden im Medienzentrum eine Ausstattung, die es im Freistaat nicht in vielen Einrichtungen gibt, sagte Friedl. So gibt es beispielsweise einen interaktiven Beamer, ein Whiteboard und ein Tischwhiteboard, digitale Flipcharts oder Fotobox. Es gebe den Trend zu mehr Präsentationsmöglichkeiten, erklärte Friedl das vergrößerte Angebot. Mit den Virtual-Reality-Brillen können Schüler beispielsweise Einblick in verschiedene Berufe bekommen, ohne dafür die Betriebe besuchen zu müssen. Das Medienzentrum verfügt auch über eine 360-Grad-Kamera, mit der die entsprechenden Filme aufgenommen werden können.

Neben der Ausleihe von Geräten werden im Medienzentrum nun auch Lehrer und Lehramtsanwärter fortgebildet. Dafür bietet die Einrichtung regelmäßig Seminare an. Schulen können bei Bedarf aber auch individuelle Schulungen vereinbaren.

In den neuen Räumen in der KMK-Realschule sind sogar Unterrichtsstunden möglich. Dafür ist eine rechtzeitig Anmeldung erforderlich. Denn sowohl Friedl als auch sein Stellvertreter Josef Beck sind als Lehrkräfte an anderen Schulen tätig und nicht jeden Tag vor Ort. Das Medienzentrum ist montags bis mittwochs jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie am Dienstag und Mittwoch auch von 12.30 bis 15.30Uhr geöffnet. Für Unterrichtsstunden waren die vorherigen Räumlichkeiten am Beruflichen Schulzentrum aufgrund der beengten Situation nicht geeignet. Auch die Bausubstanz am alten Standort war nicht mehr die beste.

Deshalb wurde seit einiger Zeit nach neuen Räumlichkeiten Ausschau gehalten, die sich letztlich in der KMK-Realschule fanden. Dort konnten wegen zurückgehender Schülerzahlen Räume umgenutzt werden.

Landrat Ebeling: Eine ganz tolle Sache

Ursprünglich sollte das Medienzentrum in der ehemaligen Schulküche im Kellergeschoss untergebracht werden. Letztendlich wurden nun aber der frühere Zeichensaal und IT-Raum in der ersten Etage für die neuen Nutzer umgestaltet.

Die offizielle Eröffnung findet erst Ende Januar statt, aber schon jetzt läuft der Betrieb am neuen Standort. „Ein paar Details müssen noch gemacht werden, aber der Großteil steht bereits dort, wo er stehen soll“, beschrieb Friedl die aktuelle Situation.

Die Kreisräte waren von den neuen Räumen begeistert. Es sei eine „ganz tolle Sache“, fand auch Landrat Thomas Ebeling (CSU).

Landrat Thomas Ebeling (l.) ließ sich auch über das Robotik-Angebot für Kitas informieren.