Warum das 69. Rodinger Volksfest kürzer als seine Vorgänger sein wird

Es hatte sich bereits bei der Bilanz des diesjährigen Volksfestes abgezeichnet – die Zufriedenheit bei Schaustellern, Festküchen und Festwirt war da, doch nicht überschwänglich. Daraus hat die Stadt nun in Absprache mit allen Beteiligten Konsequenzen gezogen: Das 69. Rodinger Volksfest 2024 wird kürzer als gewohnt.
Der, der sich bislang keinen Gedanken machen musste, was er am letzten Juni-Freitag machen will, wird sich nun ebenso umstellen müssen, wie der, der den letzten Tag des Volksfests, den Montag, bislang nutzte, um die letzten Biermarken loszuwerden. Das bislang elftägige Volksfest verliert den ersten Tag und den letzten – den Auftaktfreitag und den Ausklangmontag. Und der Festumzug – ein fester Termin für alle Rodinger Vereinen – verschiebt sich damit auf den Sonntagnachmittag.
Das hat am Montag Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl gemeinsam mit Event-Manager Sebastian Gabler bekanntgegeben. Diskutiert worden war die mögliche Kürzung schon länger in der Öffentlichkeit.
Debatte um Dauer
„Es ist nicht so, dass wir verkürzen müssen, sondern wir wollen das!“, betonte Alexandra Riedl. Das geschehe vor dem Hintergrund, dass alle Seiten zufrieden sein sollten. Beim diesjährigen Volksfest sei es so gewesen, dass trotz des guten Besuchs der Konsum zurückgegangen sei. Das Volksfest nun um zwei Tage zu verkürzen, sei kein Schnellschuss, „das wird ja auch schon 20 Jahre diskutiert.“ Man gebe das jetzt bekannt, damit die Vereine planen könnten.
Man habe auch bei elf Tagen bleiben können, doch in der Debatte aller Beteiligten sei man zum Ergebnis gekommen, etwas ändern zu müssen. Diskutiert worden sei ein Rahmen von sechs bis elf Tagen für das Fest, führte die Bürgermeisterin aus. Die elf Tage Fest hätten manchen erschlagen, andererseits habe es auch einige „Narrische“ gegeben, die alle elf Tage mit ihr mitgefeiert hätten, so Alexandra Riedl. Geeinigt habe man sich schließlich auf neun Tage.
Wichtig sei etwa den Schaustellern gewesen, dass zwei Wochenenden in der Festzeit drin seien, damit sich der Aufbau lohne. Ähnlich sei das beim Festwirt Matthias Strauß und den beiden Rodinger Festküchen Haberzeth und Gleixner/Aumer gewesen, die über die Stadtgrenzen hinaus fürs gute Essen bekannt seien und, die man nicht verlieren wolle.
Wichtig sei der Stadt nicht nur der Festzeltbetrieb mit einem attraktiven Programm, sondern auch eine bunte Festwiese: „Es soll etwas geboten werden!“ Dass das zuletzt so gewesen sei, zeige etwa das Kommen des Kettenkarussells in diesem Jahr, das bei Jung und Alt gut angekommen sei. Nur ein Zelt und eine Schifferschaukel für die Kinder sei zu wenig. Daher müsse sich der Aufbau der Schausteller lohnen. „Die Leute sollen das Fest genießen!“, sagte Bürgermeisterin Riedl.
Weniger Konsum
Woran es gelegen habe, dass weniger konsumiert worden sei, sowohl beim Essen wie beim Trinken, wisse sie nicht. Und, ob etwa die zwei Stadtfeste vorweg dem Konsum geschadet hätten, glaube sie auch nicht. Jedenfalls werde man wieder ein attraktives Programm anbieten – das Fest starte am Samstag mit einer Party und Ende am Sonntag neun Tage später nach dem Abendessen bei Musik der Kapelle Pfeffer – und nicht erst um 24 Uhr.
Es gebe weiterhin die Kür der Volksfestkönigin, der Kindernachmittag und das Feuerwerk. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Fest auch weiter gut angenommen wird“, sagte Alexandra Riedl. Roding habe keinen Pfingstritt oder eine andere Tradition zu feiern, daher gebe es das Volksfest.
Das habe nun einen neuen, sinnvollen Rahmen mit den neun Tagen Dauer. Dem Vernehmen nach wolle Cham zwar das dortige Volksfest 2024 verlängern, doch seien die Feste nicht vergleichbar, betonte die Bürgermeisterin. Außer der verkürzten Dauer des Festes sei das weitere Programm wie etwa die Bands noch offen. Klar sei auch, dass vom bisherigen Programm etwas gestrichen werden müsse, da nur noch neun Tage zur Verfügung ständen.