Stadt Nittenau will sich für die Zukunft aufstellen: Bis 2040 sind 236 neue Wohnungen nötig

Von Cornelia Lorenz · 25. November 2023 um 15:00

Wie wird Nittenau im Jahr 2040 aussehen? Auf diese Frage soll der neue Flächennutzungsplan der Stadt Antworten geben. Weil der aktuell gültige Plan über 20 Jahre alt ist, ist ein neuer nötig, der unter anderem das Wachstum der Stadt berücksichtigt.

Das Wachstum der Stadt kann sich sehen lassen: Allein in den nächsten zehn Jahren wird die Einwohnerzahl voraussichtlich um bis zu zehn Prozent wachsen. Diese und viele weitere Zahlen legten Mitarbeiter des Planungsbüros TB-Markert aus Nürnberg am Donnerstagabend in der Stadtratssitzung vor. Sie leisten seit Monaten wichtige Vorarbeiten für die Erstellung des neuen Nittenauer Flächennutzungsplans.

Dieser soll für das ganze Gemeindegebiet grafisch zeigen, welche Flächen beispielsweise derzeit und vor allem auch zukünftig für Wohngebiete oder Gewerbe vorgesehen sind. Auch viele weitere Arten der Bodennutzung lassen sich im Flächennutzungsplan festhalten und zeigen so, wohin sich die Stadt in Zukunft entwickeln will.

Die Planer berichteten den Räten zunächst von der Vorarbeit, die sie in den vergangenen Monaten geleistet haben. Sie seien beispielsweise für umfangreiche Kartierungsarbeiten in allen Nittenauer Ortsteilen unterwegs gewesen, hätten viele Fotos gemacht und Eindrücke gesammelt. Außerdem habe man den aktuell noch gültigen Flächennutzungsplan digitalisiert, alle Bebauungspläne integriert und Berechnungen vorgenommen, um zum Beispiel eine konkrete Vorstellung vom Bedarf an neuen Wohnungen zu bekommen. Das prognostizierte Bevölkerungswachstum in Nittenau um bis zu zehn Prozent in den kommenden zehn Jahren bedeute, dass in der Stadt eine Menge neuer Wohnungen gebaut werden müssten. In Summe seien es bis zum Jahr 2040 voraussichtlich 236 Stück.

Einfamilien- und Doppelhäuser vs. mehrgeschossige Wohnbebauung

Wenn man diese Zahl mittels neuer Einfamilien- und Doppelhäuser erreichen wolle, benötige man eine Fläche von rund zwölf Hektar, erklärte Stadtplaner Adrian Merdes den Räten. Wenn man stattdessen auf lockere mehrgeschossige Wohnbebauung setze, reduziere sich der Flächenbedarf auf drei Hektar. Bei Gewerbeflächen ist die Prognose aus Sicht des Planungsbüros schwieriger. Allerdings gebe es hier dank Baulücken noch einiges an Platz. In Bergham-Nord seien es beispielsweise noch 33,4 Hektar.

Bürgermeister Benjamin Boml (FW) betonte, er sei froh, dass in Sachen Flächennutzungsplan nun der erste Schritt getan sei und man in Nittenau einer positiven Entwicklung entgegensehen könne. „Wir sind eine wachsende Stadt und in einer wachsenden Region daheim“, sagte er. Die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans bedeute sehr viel Arbeit für alle Beteiligten. Doch es sei für den Stadtrat etwas Besonderes, an solch einem wichtigen Projekt mitarbeiten zu können.

Die Erstellung des neuen Plans wird rund zwei Jahre in Anspruch nehmen und soll im Jahr 2025 zum Abschluss kommen. Demnächst sollen sich die Stadträte voraussichtlich im Rahmen von Workshops in das Projekt einbringen.