München, New York, Schwandorf: Alexander König ist der neue Notar in der Großen Kreisstadt

Ein neuer Notar ist seit 1. November in Schwandorf tätig: Alexander König. Der 32-Jährige fühle sich bereits nach dieser kurzen Zeit wohl hier, wie er versichert. Als er die Ausschreibung gelesen habe, sei sein Entschluss schnell festgestanden.
Jura habe zu Schulzeiten eigentlich gar nicht auf seiner Berufswunschliste gestanden, sagt der Notar. Vielmehr hatte er sich für Naturwissenschaften interessiert und schrieb gute Noten in Chemie und Physik. „Das hat mir Spaß gemacht und ist mir leicht gefallen“, erinnert sich König. Auch in Mathematik hatte er hohe Punktzahlen. Da Physik jedoch nicht als Leistungskurs angeboten wurde, wählte er neben Chemie Wirtschaft und Recht als Leistungskurs – eigentlich vor allem wegen dem wirtschaftlichen Teil des Fachs und weil der Lehrer so nett gewesen sei, sagt König und lacht. „Es war ein reiner Zufall. Doch ich merkte schnell, dass mich Themen wie Rechtsgeschäfte sehr interessierten.“
Nach dem Abitur im Jahr 2010 leistete König zunächst sechs Monate lang Zivildienst in München. Bei den Maltesern war er im Bereich Hausnotruf tätig. Dort lernte der junge Zivildienstleistende mit älteren und kranken Menschen umzugehen. „Die Leute waren so nett und dankbar. Es war eine schöne Erfahrung.“
Zum Auslandsjahr an die Universität nach New York
Dann kam die Studienzeit. Entgegen dem Rat seines Chemielehrers, er solle doch lieber „etwas Gescheites“ studieren, entschied er sich für Jura in München – und bereute es nicht. Das erste und ebenso das zweite Staatsexamen bestand er mit sehr guten Ergebnissen.
Nach dem Zweiten Staatsexamen arbeitete der Jurist zunächst ab 2018 ein Jahr lang in einer internationalen Kanzlei in München und erfüllte sich danach einen großen Wunsch: Ab August 2019 studierte er für ein Jahr Jura an einer New Yorker Universität, mit Schwerpunkt im Gesellschaftsrecht. Wegen seines Studiums in den USA trägt er den Titel LL. M., was „Legum Magister“ oder „Master of Laws“ bedeutet.
Der Aufenthalt in New York sei eine spannende Zeit gewesen. Einerseits habe er einen Einblick in das amerikanische Rechtssystem erhalten, andererseits habe er Kommilitonen aus den unterschiedlichsten Ländern kennengelernt, sagt König. Insbesondere habe er dort seine Partnerin kennengelernt, die aus Melbourne, Australien, stammt.
Nach der Rückkehr nach Deutschland – während der Corona-Pandemie – absolvierte er eine weitere dreijährige Ausbildung als Notarassessor und arbeitete währenddessen bei Notaren in Regensburg und Bad Griesbach. Ab Juli 2022 war König dann am Deutschen Notarinstitut in Würzburg tätig, wo er rechtliche Gutachten für Notare schrieb.
Am Amberger Landgericht zum Notar vereidigt
Nun ist er seit wenigen Tagen in Schwandorf – in einer schönen Stadt, wie er erklärt. Zum Notar vereidigt wurde er vom Präsidenten des Landgerichts Amberg. In seinem Büro richtet er sich gerade noch ein. Seine Mitarbeiter seien sehr nett, versichert er, und er sei noch auf der Suche nach weiteren Angestellten.
Viel Wert legt er darauf, seinen Mandanten die oft komplizierten Vertragsregelungen verständlich zu machen. „Ich werde die Verträge nicht nur vorlesen, sondern auch erklären. Das ist mein Anliegen. Die Mandanten sollen keine Scheu haben, jederzeit Fragen zu stellen."