Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Rötz – Lange Wartezeit brachte Vorteile

„Mit einer Neubaumaßnahme vertraut man auf die Zukunft“, sagte Landrat Franz Löffler beim Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Schlauchpflegeanlage am Dienstagvormittag in Rötz und wünschte einen unfallfreien Verlauf der Baumaßnahme.
„Wenn alles fertig ist, bekommt die Feuerwehr Rötz zwei Fahrzeughallen für insgesamt zehn Stellplatze. Ergänzt mit allen notwendigen Nebenräumen mit einer zeitgemäßen Umkleidesituation sowie Büro und Werkstätten. Schön, dass man sich auch dafür entschieden hat, noch einen Jugendraum zu ergänzen. Insgesamt rund 811 Quadratmeter Netto-Raumfläche in einem werden hier neu geschaffen“, stellte der Architekt des Objektes Markus Weber vom Büro Schnabel & Partner vor.
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Die Begrüßung zu diesem Anlass erfolgte vom Rötzer Bürgermeister Stefan Spindler, der eine lange Reihe von Ehrengästen begrüßte, darunter auch fast die gesamte Feuerwehrführung mit KBR Michael Stahl an der Spitze, sowie den 3.Bürgermeister der Stadt Rötz und Altbürgermeister Ludwig Reger. „Es ist ein schöner Tag für Rötz“, freute sich der Stadtchef und präsentierte einen kurzen Abriss der Planungsgeschichte. „Der Grundsatzbeschluss dazu erfolgte im Stadtrat im März 2020, die geplanten Kosten lagen damals bei rund 3350000 Euro und nach Abzug einer Förderung damals in Höhe von 741000 Euro wäre für die Stadt Rötz ein Betrag von 2,6 Millionen Euro übriggeblieben.“
Planung neu aufgesetzt
„Das könnte die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt langfristig einschränken, war dazu die Meinung der Kämmerei. Also alles auf Reset und die Planung nochmals in mehreren Runden neu aufsetzen“, erinnerte der Bürgermeister.
Der Durchbruch kam dann insbesondere durch die Bereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Rötz, die Planung etwas zu reduzieren und in sehr hohem Maß Eigenleistungen zu erbringen und eine Kostendeckelung insbesondere für die geplante Schlauchpflegeanlage zu garantieren.
Also wurde ein neuer Bauantrag im November 2022 gestellt, berichtete Spindler. Die Genehmigung erfolgte schon im Februar 2023 und eine Zusage kam für die Absenkung der Schlauchpflege von 350000 auf 200000 Euro.
„Das Warten hat sich auch schon wegen der Zuschusssituation gelohnt, da es hier zu einer schönen Erhöhung gekommen ist“, stellte dazu Architekt Weber fest. „Das tut gut, um die Baupreissteigerungen der letzten Jahre etwas zu kompensieren. Nach den ersten Ausschreibungen liegen wir nur ganz knapp über den Kosten. Wir hoffen auf eine stabile, vielleicht sogar entspanntere Lage auf dem Markt.
Zum neuen Jahr kommen dann weitere Ausschreibungen für die Tore, Fenster und die Technik auf den Markt“, so der Architekt. „Wir hatten Glück mit Förderungen, die in der langen Planungsphase zwei Mal aufgestockt wurden“, meinte Bürgermeister Spindler und verwies auf die letzte Aufstockung von möglicherweise 855000 Euro auf 1,7 Millionen. Ziel wäre dann, dass der Eigenanteil der Stadt Rötz unter zwei Millionen Euro bleiben würde.
„Mit einem Neubau vertraut man auf die Zukunft, und wer ein Feuerwehrhaus baut, der hat was ganz Besonderes im Sinn, nämlich die Sicherheit von allen Menschen. Gerade jetzt in diesen unsicheren Zeiten ist das ganz wichtig“, so der Landrat. Sicherheit im eigenen Bereich, in der eigenen Gemeinde ist heute wichtiger denn je. Eine gute Heimat der Feuerwehr ist dazu Voraussetzung, dass guter Dienst geleistet wird. Dazu braucht man auch ein ordentliches Haus für die Einsatzgarantie gegenüber der Bevölkerung“. Auch Löffler meinte in Bezug auf die neuen Fördersummen, „dass es manchmal ganz gut ist, wenn es etwas länger dauert“.
Erdarbeiten beginnen
„Falls durch den Spatenstich heute noch was übrigbleibt“, bemerkte Architekt Markus Weber abschließend humorvoll, greift die Firma Althammer unverzüglich mit den Erdarbeiten an. Wir hoffen, der Boden ist besser als erwartet. Bis zum Frühjahr soll der Rohbau so weit sein, dass das Dach aufgesetzt werden kann. Wenn alles nach Plan läuft, kann die Feuerwehr zum Jahreswechsel 2024/25 die Räume beziehen. Im Anschluss daran werden zwei Hallen des Bestands zur Schlauchpflege umgebaut“.
Weber bedankte sich bei allen für das Engagement, besonders bei Altbürgermeister Ludwig Reger, der alles angestoßen hat. Für den Bauablauf wünschte er allen Gottes Beistand, schönes Wetter, einen reibungslosen und unfallfreien Ablauf. Danach waren alle eingeladen zu belegten Brötchen, Kaffee und Getränken.
