Rahmenplanung Flugfeld: Bald dürfen die Neumarkter Bürger wieder mitreden

Noch ein kreisförmiger Park, Quartiersgaragen und Straßen für unterschiedliche Nutzungen: Viele Details aus der aktuellen Rahmenplanung für den neuen Neumarkter Stadtteil auf dem Flugfeld erfuhr der Stadtrat am Donnerstag. Jetzt sind die Bürger wieder am Zug.
Hanno Cornelius Conrad vom Kopenhagener Planungsbüro Gehl erläuterte, was sich seit dem Vorentwurf in den vergangenen zwei Jahren getan hat. Im Mai 2022 hatte es eine digitale Bürgerbeteiligung gegeben, gefolgt von Workshops und Werkstattgesprächen im Juli. Die Anregungen der Bürger wurden nun in den finalen Entwurf eingearbeitet.
Die größte Neuerung ist der kleine, ovale Klimapark im Osten des Areals. Er soll laut dem Planer dazu dienen, die Frischluftschneise durch das Gebiet zu verlängern und die frische Luft in die Innenstadt zu leiten.
Quartiersgaragen statt vieler Tiefgaragen
Bei den Gebäuden ist im Norden zur Nürnberger Straße hin Geschosswohnungsbau mit etwas höherer Dichte geplant, im Süden soll sie im Anschluss an die bestehende Siedlung etwas lockerer ausfallen.
Grundsätzlich soll im ganzen Stadtteil nicht das Auto, sondern der Rad- und Fußverkehr den Vorzug haben. Trotzdem sei es nicht verboten, mit dem Auto hineinzufahren, betonte Conrad, aber: „Wir haben die Hoffnung, das Parken aus dem Straßenraum herausziehen und die Autos in Quartiersgaragen unterbringen zu können.“ Tiefgaragen will man weitgehend vermeiden.
Natur hält in allen Bereichen Einzug
Freiraum entsteht neben den Parks und den Innenhöfen auch auf dem Rollfeld, das erhalten bleibt.
Die Ratsmitglieder stimmten anschließend geschlossen zu. Damit kann auf Basis des Entwurfs nun die Öffentlichkeit beteiligt werden. Aus den Ergebnissen daraus und den Anregungen der Fraktionen wird dann das finale Konzept erstellt. Marco Gmelch (CSU) pochte darauf, dass es jetzt endlich auch losgehen müsse – zur Not eben abschnittsweise.