Der Waldmünchner Saubrunnenplatz, doch (k)eine unendliche Geschichte

Nach vielen, vielen Jahren und genau so vielen Absichtserklärungen sieht es nun so aus, als würde der Saubrunnenplatz (endlich) sein Gesicht verändern können. Anders formuliert: Jetzt ist Geld da, nun wird der Umbau in Angriff genommen.
Folglich verbarg Bürgermeister Markus Ackermann seine Freude nicht. Ein großer Schritt nach vorne, eine höchst erfreuliche Aufwertung, optisch wie verkehrstechnisch, waren nur einige seiner Kommentare zu der rund ein Million Euro teuren Maßnahme.
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Möglich wird die, weil die Stadt aufgrund ihrer Finanzschwäche in einen Struktur- und Härtefallfonds gefallen ist, der ihr eine Förderung von 80 Prozent bringt. Weiterer Vorteil: Als die Projekte für das Programm EU-react konzipiert wurden, waren oberer und unterer Bereich des Saubrunnens schon mit im Fokus, sprich Bodenproben und Pläne liegen vor, auf die nun zurückgegriffen werden kann.
„Massive Verbesserung“
„Jetzt endlich haben wir die Chance auf Realisierung“, stimmte Vize-Bürgermeister Martin Frank in den Jubel ein. „Das wird eine massive Verbesserung.“
Darstellen wird die sich in deutlich mehr Grün und viel mehr Verweilqualität. Wie das konkret aussehen könnte, stellte Sebastian Riedl vom gleichnamigen Ingenieurbüro vor. Ein erster Aufriss, über genaue Festlegungen, etwa die Fußgängerführung oder die genaue Anordnung der Parkplätze, könne man noch beratschlagen, machten sowohl er als auch Markus Ackermann deutlich, als sich im Gremium eine mehr und mehr ins Detail gehende Debatte abzeichnete.
Einheitliches Gesicht in der ganzen Stadt
Riedl betonte, dass die optische Gestaltung der rund 1550 Quadratmeter an die anderen jüngst aufgewerteten Plätze – Spitalplatz, der Friedhof- und Schulstraße – angelehnt sei: Mobiliar, Beleuchtung, Gestaltung, Bepflanzung...
Aus derzeit acht Parkplätzen in der Leißstraße würden fünf, geplant wären eine Stützmauer in der Hammerstraße sowie eine begleitende Treppenanlage am unteren Platz, um das Gefälle abzufangen. Dort soll auch ein Brunnen installiert werden – dem Namen Saubrunnenplatz Rechnung tragend.
Optische Verkehrsführung
Während die Hammerstraße als Hauptverkehrsader asphaltiert bleibe, schlug der Ingenieur als Abgrenzung zur Leiß- und Friedhofstraße großformatigen Granit vor. Auch die Schmidstraße solle mit diesem Belag als untergeordnet gekennzeichnet werden. Das wertete Markus Ackermann als eindeutige Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Engstelle und Einbahnstraße bleiben
„Heute geht es darum, das Gesamtpaket zu schnüren“, war er in der Folge versucht, die vielen Wortbeiträge zu kanalisieren. Die reichten aus dem Plenum von der Frage nach bleibender Einbahnstraßenregelung über Barrierefreiheit (zweimal „ja“) bis zu Abbiegemöglichkeiten für Lastwagen und Sorgen um die Engstelle beim Hammertor („die wir als historisch gegeben betrachten müssen“).
Die Kosten sind aktuell mit knapp einer Million veranschlagt, der Eigenanteil der Stadt soll über mehrere Haushaltsjahre gestreckt werden.